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Rund 100 Besucher sind zur Schäftlarner Bürgerversammlung gekommen.

Bürgerversammlung Schäftlarn

„Autobahnanschluss nach Schorn verlegen“

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Schäftlarn - „Straßen und Verkehr“ in allen Facetten waren die Hauptthemen der Diskussion bei der Bürgerversammlung in Schäftlarn.

Walter Neumeyer brachte vor den rund 100 Besuchern die Sprache auf die drei verschiedenen Varianten der geplanten Umgehungsstraße. Bis auf einen Vorschlag durchschneiden alle Wiesen und Felder. „Und was sollen die Landwirte machen?“ Neumeyer plädierte für die am Waldrand entlang führende Version und dass die umliegenden Gemeinden eine gemeinsame Lösung finden sollten. 

Und noch etwas beschäftigte den Landwirt: „Wenn die Staatsstraße dann Gemeindestraße wird, sollte man auch die Folgekosten für uns nicht außer Acht lassen.“ 

„Baierbrunn ist Mitglied bei den ,Freunden des Forstenrieder Parks‘“, gab Bürgermeister Matthias Ruhdorfer (CSU) zu bedenken. „Und deren erklärtes Ziel ist es, hier keinen Straßenbau zuzulassen.“ 

Neumeyer dachte zudem an, den Autobahnanschluss Schäftlarn zu sperren und nach Schorn zu verlegen. Hier erhielt er Unterstützung von Wolfgang Herzog. „Wenn der Gemeinderat diesen Beschluss fassen würde, muss sich der Verkehrsausschuss damit befassen.“ Herzog versprach, den Kontakt, von dem er diese Information hatte, der Verwaltung zur Verfügung zu stellen. 

Auch um das Geld ging es bei Werner Mäusl. Der Hohenschäftlarner ist seit 30 Jahren Anwohner der Münchner Straße, die im vergangenen halben Jahr aufwändig umgebaut worden ist. „Das ist eine Bundesstraße. Warum also werden wir Anlieger für die Kosten bei den Fuß- und Radwegen herangezogen? Dafür, dass dann die Münchner an uns vorbeischießen?“ 

Ruhdorfer und Bauamtsleiter Stefan Jocher verwiesen hier auf die geltende Satzung – und darauf, dass die Gehwege vom Bund an die Gemeinde übergegangen sind. „Wir können jetzt also gar nicht anders. Die Verwaltung ist verpflichtet, die Satzung anzuwenden und die Anlieger in gewissem Maße mit heranzuziehen. Ansonsten würden wir uns strafbar machen.“ 

Einen Verbesserungsvorschlag für die Fußgänger machte Christa Scholze. Durch die Sperrung der B 11 wurde auch die Einbahnstraße (Lackermeierstraße), die die Münchner Straße mit der Starnberger Straße verbindet, für den Verkehr unpassierbar gemacht. „Könnte man diese nicht gesperrt lassen?“ Das musste Ruhdorfer verneinen. „Sie dient dazu, um einen Rückstau auf der B 11 möglichst zu vermeiden, auch weil sie die Ampelanlage umgeht.“ Dass „herausschießende Autos“ allerdings eine Gefahr für die kreuzenden Fußgänger und Radfahrer darstellen, war Ruhdorfer bewusst. „Diese Erfahrung haben wir auch gemacht."

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