Breitbandausbau

97 000 Euro für schnelleres Internet

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Schäftlarn - Ob Smart-TV, Internet oder iPhone: Hauptsache, die Leitung ist schnell. Darum geht es überall – auch in Schäftlarn.

Doch der Weg im Fall der Isartal-Kommune zu schnelle(re)m Internet: ein verschlungener Pfad.

Um im Rahmen des Bayerischen Breitbandförderprogramms einen flächendeckenden Ausbau des Netzes mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens 30 MBit/s auf den Weg zu bringen, hatte die Gemeinde im Sommer eine öffentliche Ausschreibung durchgeführt. Den Auftrag erhält nun die Telekom Deutschland, da sie das wirtschaftlichste Angebot von insgesamt drei Bewerbern abgegeben hatte.

Also alles bestens? Keineswegs. Ursprünglich nämlich wollte die Gemeinde den Glasfaser-Vollausbau in Eigenregie übernehmen. 7,5 Millionen Euro waren dafür vor ziemlich genau einem Jahr veranschlagt worden, als die Firma HPE GmbH aus Johanniskirchen dem Gemeinderat eine Wirtschaftlichkeitsberechnung vorstellte. Allerdings verbunden mit einem großen Risiko, denn: Die Telekom hatte in Teilbereichen das Netz ausgebaut, ohne aber die Interessen der Gemeinde zu berücksichtigen. „Sie haben sich die Rosinen herausgepickt“, kritisiert Gerd Zattler (Grüne) heute.

Doch der Gemeinde geht es gerade um die schwächer bewohnten Gebiete. Hier müsste die Gemeinde nun 97 000 Euro zur Finanzierung in die Hand nehmen – Geld, das sie nicht wieder zurückbekommt. Letztlich entschied sich der Gemeinderat einstimmig für die Auftragsvergabe an die Telekom. Aber, so Zattler: „Das fällt mir zugegebenermaßen schwer.“ Sobald der Zuwendungsbescheid eingetroffen ist, hat die Telekom ein Jahr Zeit, das Vorhaben zu verwirklichen.

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