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Das alte Gerätehaus muss noch etwas länger herhalten.

Kein grünes Licht für neues Feuerwehrhaus

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Die  Feuerwehr Hohenschäftlarn muss weiter auf ihr neues Gerätehaus warten. Der Planer des Neubaus hat dem Gemeinderat nur eine Kostenschätzung vorgelegt. Das reichte dem Gremium nicht für einen Beschluss.

Schäftlarn – Was das neue Gerätehaus der Feuerwehr Hohenschäftlarn und der neue Bauhof genau kosten sollen, das will der Gemeinderat wissen, bevor er grünes Licht dafür gibt. Auf Basis einer Kostenschätzung, welche die Planer dem Gremium in der jüngsten Sitzung vorlegte, will dieses nicht entscheiden. Der Schätzung zufolge sollen die beiden Vorhaben mit 3,8 Millionen Euro (Feuerwehr) und 4,5 Millionen Euro (Bauhof) zu Buche schlagen.

„Ich kann auch keinen vollen Wagen beim Aldi an der Kasse vorbeischieben und sagen, ich schätze, das macht 100 Euro“, monierte Georg Lang (CSU). „Und dann sind es aber 150, die ich zu zahlen habe.“ Und Franz Strobl (CSU) konnte sich sogar die Einberufung einer Sondersitzung vorstellen, sobald belastbare Zahlen auf dem Tisch liegen.

Bürgermeister Matthias Ruhdorfer (CSU) gab zu Bedenken, dass erst Ende Februar dem Planer Änderungswünsche mit auf den Weg gegeben worden seien – „daher eine Kostenschätzung.“ Nichtsdestotrotz: Mit 10:7 Stimmen wurde der Beschluss zurückgestellt.

Die Kostenfrage war nicht der einzige Punkt, der für Diskussionen sorgte. Jakob Metz (GU) plädierte dafür, den Kopfteil des Bauhofes zu unterkellern sowie doch noch einmal über eine Wohnung im Obergeschoss nachzudenken. Ersteres würde laut Bauamtsleiter Stefan Jocher die Kosten weiter in die Höhe treiben, die Wohnpläne betitulierte er mit „aussichtslos“. Die Verwaltung hatte hier bereits dem Gemeinderat ein Gutachten unterbreitet: Der gemessene Lärmwert übersteigt den Grenzwert um ein Vielfaches. „Mal ganz abgesehen davon, was ist, wenn die Feuerwehr nachts um 2 Uhr ausrückt oder der Winterdienst um 4 Uhr seinen Dienst aufnimmt.“ Auch den Vorschlag Metz, die Wohnung fernab der Straße auf der Westseite zu platzieren lehnte Jocher ab. „Da wäre es nicht besser, brächte aber weitere Verzögerungen.“

Ebenso beschäftigte sich das Gremium mit den Tor-Zufahrten der Bauhofhalle. In dieser können jeweils zwei Fahrzeuge hintereinanderstehen. Daher hatten sich die Mitarbeiter Tore von beiden Seiten gewünscht, um unnötiges Rangieren zu vermeiden. Das wiederum gefiel Uli Stuke (Grüne) nicht: „Hohe Kosten, und es nimmt zudem Parkplätze weg.“ Von Hoyos erinnerte als Mitglied des Arbeitskreises daran, dass sich die AG bereits dagegen ausgesprochen hatte. „Maximal ein zusätzliches Tor mit entsprechendem Wenderadius.“  

Lesen Sie auch: Rekordjahr bei der Feuerwehr Hohenschäftlarn und Hohenschäftlarns erste Feuerwehrfrau

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