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Schon 2013 zeigte Kommandant Daniel Buck, wie eng es zugeht im Gerätehaus.

Freiwillige Feuerwehr Hohenschäftlarn ist genervt

Altes Gerätehaus: Nerven liegen blank

Zu klein, zu eng, zu marode: Seit Jahren wartet die Hohenschäftlarner Feuerwehr auf den Bau eines neuen Gerätehauses. Weil nichts weiter geht, liegen die Nerven blank.

Hohenschäftlarn – Die Frustration war nicht zu überhören: „Herr Bürgermeister“, wandte sich Michael Geisenhofer in der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hohenschäftlarn an Matthias Ruhdorfer, „wissen Sie eigentlich, wie es ist, wenn sich auf einer Fläche von 50x100 Zentimeter drei Brackl von Mannsbildern umziehen und knapp daneben der Lkw bereits aus der Halle fährt?“ Geisenhofer demonstrierte es gleich selbst. Er bat zwei weitere Kameraden aufzustehen – und verwies dann auf die Verletzungsgefahr. „Wir werden von Klein auf auf Sicherheit getrimmt. Und die ist hier nicht mehr gegeben. Was ist, wenn mir das tonnenschwere Einsatzfahrzeug über den Fuß rollt?“

Schützenhilfe erhielt er von Oberlöschmeister Andreas Gollasch. „Es fängt doch schon mit der Anfahrts- und Parksituation an. Wir haben vier Parkplätze bei 20 bis 25 eintreffenden Kameraden. Sollen wir unsere Autos zu den Nachbarn in den Garten stellen?“ Was auch fehlt, ist ein separater Alarmeingang. „Wir quetschen uns zwischen den bereits ausrückenden Fahrzeugen durch.“

Einen weiteren Aspekt sprach Kommandant Daniel Buck an. „Wie sollen wir die Jugend oder neue Mitglieder anwerben, wenn wir gar keinen Platz für sie haben? Ich kann doch nicht sagen: ,Ihr nehmt jetzt Eure Ausrüstung mit nach Hause. Wir haben keine Spinde für Euch’.“ Zudem werden auch die Einsatzfahrzeuge mit der Zeit höher und breiter. „Die passen überhaupt nicht mehr rein.“

Nicht nur von der Gemeinde fühlen sich die Ehrenamtlichen der Feuerwehr im Stich gelassen. Auch von der Kreisbrandinspektion wünschen sie sich mehr Unterstützung, wie Ehrenkommandant Stefan Hiss deutlich machte. Er hatte bereits vor über fünf Jahren auf die schwierige Situation im Gerätehaus aufmerksam gemacht. „Wenn sie etwas brauchen, sind sie da. Aber jetzt brauchen wir mal Hilfe.“ Optimal wäre es, den Bauhof und die Feuerwehr in einem Neubau zusammenzulegen, um auch Synergien zu schaffen. „Außerdem sollten wir die Möglichkeit einer Erweiterung nicht aus dem Auge verlieren“, betonte Ruhdorfer.

Die Gemeinde befindet sich derzeit in Verhandlung mit den Eigentümern einer Fläche, die als neuer Standort dienen soll. Jedoch gestalten sich diese als schwierig: „Wir hatten bereits Verträge ausgearbeitet, ein Notartermin stand fest – und dann wurden kurzfristig neue Bedingungen gestellt. Schon war es das wieder“, erklärte der Bürgermeister. Kommandant Buck regte daraufhin an: „Dann müssen wir uns von dem vorgesehenen Platz verabschieden und wieder auf Plan A, der Bau eines Gerätehauses ohne Bauhof am Kreisel, zurückgreifen. Wir dürfen nicht noch einmal zwei Jahre verlieren.“ Ruhdorfer versteht die Not der Feuerwehr. „Auch für uns heißt es im Frühsommer hop oder top. Dann wird entschieden, wohin die Reise geht.“

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