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Spalier stehen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hohenschäftlarn für ihren ehemaligen Kommandanten und Kreisbrandmeister Franz Meier, der 85 Jahre alt geworden ist.

Zum 85. Geburtstag von Franz Maier

„Du bist und bleibst ein Teil von uns“

Schäftlarn - Mit einer stimmungsvollen Feier hat die Feuerwehr Hohenschäftlarn ihrem früheren Kommandanten Franz Maier zum 85. Geburtstag gratuliert.

Es gibt wenig, was Franz Maier nicht gemacht hat, wie er selbst sagt: „Kupferschmied, Gemeindemitarbeiter, Dreher, Monteur, Mitarbeiter der Autobahnmeisterei, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr, Kreisbrandmeister.“ Die Antwort nach seinem Alter hingegen fällt kurz aus: „85 Jahre.“

Zu Ehren seines Geburtstages wurde der sympathische und engagierte Schäftlarner von den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hohenschäftlarn zu einer kleinen Feier gemeinsam mit der Blaskapelle Schäftlarn ins Gerätehaus geholt. Der dreifache Vater kann auf ein bewegtes Leben zurückblicken – und zahlreiche Anekdoten erzählen.

„1972, als die Olympischen Spiele in München waren, arbeitete ich bei der Autobahnmeisterei. Das 100-Kilometer-Mannschaftszeitfahren im Radsport sollte auf der A 95 durchgeführt werden.“ Maier lacht. „Also mussten wir kurz davor die ganze Strecke kehren, damit durch Kiesel oder Dreck keiner zu Fall kommt.“

Zum Amt des Kreisbrandmeisters kam Maier „eher durch Zufall“. 1961 war es, als der damalige Kommandant Franz Böck Maier bat, ihn bei der Kommandantentagung zu vertreten. „Auf der Tagesordnung stand die Wahl des Kreisbrandrats“, erinnert sich der 85-Jährige, „Der Wolfratshauser Hans Fagner erklärte sich bereit, aber nur unter einer Bedingung: Es sollten sechs Kreisbrandmeister für die damals verschiedenen Bezirke eingesetzt werden.“ Fagner bot eines dieser Ämter, den Bezirk ab Baierbrunn, dem engagierten Schäftlarner an, doch dieser winkte mit Verweis auf die anderen Kommandanten der Nachbarwehren erst einmal ab. Zwei Wochen später fuhr Fagner bei Maier vor: „Die wollen nicht. Jetzt musst du es doch machen.“ Maier schlug ein und blieb bis zur Gebietsreform 1972 in diesem Amt.

Ende der 1970er Jahre übernahm Maier auch das Amt des Kommandanten bei der Hohenschäftlarner Wehr. In diese Zeit fiel neben vielen technischen Neuerungen auch eine Reihe von Brandstiftungen. „Zuerst war es ein Heustadl in der Publinger Au, dann ein Großbrand im Humplhof“, zählt Maier auf. „Es folgten ein Gartenhaus in Ebenhausen und dann das verheerende Feuer auf Gut Schwaige.“

Maier stand übrigens auch einmal selbst in Verdacht, ein Brandstifter zu sein. „Ich entdeckte in Aufhausen einen Stadl im Vollbrand und leitete alles Nötige in die Wege“, erinnert sich Maier. „Plötzlich standen zwei Brandfahnder vor mir und wollten alles ganz genau wissen.“ Der 85-Jährige hebt abwehrend die Hände. „Da bin ich richtig zintig geworden.“

1991 wurde Maier, der noch im Jahr davor durch den damaligen Innenminister Edmund Stoiber für seine Verdienste ausgezeichnet wurde, mit dem aktiven Dienst verabschiedet. Ein Jahr später ernannten ihn die Hohenschäftlarner Kameraden zum Ehrenmitglied. „Franz“, sagte Kommandant Daniel Buck bei der Feier, „Du bist und bleibst ein Teil von uns.“

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