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Schäftlarn: Vorsorge für möglichen Blackout - Landrat Göbel lobt die Gemeinde

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Von: Sabine Hermsdorf-Hiss

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Licht aus: Schäftlarn hat für den Ernstfall vorgesorgt. Ankunft von weiteren Flüchtlingen
Licht aus: Schäftlarn hat für den Ernstfall vorgesorgt. Ankunft von weiteren Flüchtlingen © Jessica Lichetzki/dpa

Die Gemeinde Schäftlarn investiert rund 250.000 Euro in die Vorsorge. Landrat Christoph Göbel (CSU) lobt die Verwaltung dafür.

Schäftlarn – Lobende Worte fand Landrat Christoph Göbel (CSU) bei der Schäftlarner Bürgerversammlung: für die Vorsorgemaßnahmen der Verwaltung für einen möglichen Blackout.

Parteikollege und Bürgermeister Christian Fürst hatten in seinem Rechenschaftsbericht eine kurze Übersicht gegeben. So ist die netzunabhängige Versorgung zur Erhaltung der kritischen Infrastruktur für eine möglichst lange Zeit sichergestellt. „Dazu zählen die Versorgung mit Trinkwasser und die Abwasserversorgung sowie die Einsatzfähigkeit der Feuerwehren“, so Fürst.

Diese Bereiche, so zumindest der Plan, sollen mit Generatoren ausgestattet werden, vier mobile Tanks mit je 1000 Liter sollen für ausreichend Kraftstoff sorgen. Im Klärwerk und dem Betrieb der Wasserversorgung stehen die Generatoren bereits zur Verfügung, für die Feuerwehrgerätehäuser und das Rathaus sind sie bestellt. „Aber wir müssen mit Lieferzeiten über etwa 22 Wochen rechnen.“

Kosten von rund 250.000 Euro

Um die Kosten von rund 250.000 Euro stemmen zu können, hat Fürst bereits an höher geordneten Stellen nach Förderungen gefragt, Landrat Göbel vermutete allerdings nicht, dass ein Stromausfall sich durchgehend über einige Tage hinziehen wird. Er tippe eher auf einen stundenweisen Blackout und das auch erst im nächsten Winter. „Die Gasspeicher sind derzeit noch gut gefüllt“, sagte der Landrat.

Dafür rechnete er mit der Ankunft von weiteren Flüchtlingen. „In der Ukraine fanden sehr viele Angriffe auf die zivile Infrastruktur statt“, so Göbel. „Ganze Quartiere sind unbewohnbar.“ Schäftlarn hatte, um die bisher Angekommenen unterzubringen, von der katholischen Pfarrkirchenstiftung Hohenschäftlarn den alten Pfarrhof angemietet, weitere Wohneinheiten wurden zum Teil privat zur Verfügung gestellt. „Besonders der Osteuropahilfe und den Freunden Pidkamins unter Leitung von Maria Reitinger gilt hier unser Dank für die Organisation.“

Deutschkurse für Flüchtlinge

Im Familienzentrum gibt es Deutschkurse, ukrainische Familien können sich dort treffen. Zudem helfe Marissa Martini-Bäumler vom Familienzentrum um die bürokratische Seite wie die Schulanmeldungen der Kinder.

Teils waren bis zu 90 Flüchtlinge aus der Ukraine in Schäftlarn untergekommen. Auch dafür spricht Göbel seine Anerkennung aus. „Dennoch dürfen wir die anderen Hilfesuchenden nicht aus dem Auge verlieren.“ Er denke an Länder wie Syrien oder Afrika. „Gerade in Afrika herrscht nach wie vor eine große Dürreperiode. Die Menschen fliehen, weil sie nichts mehr zu essen haben.“

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