Gemeinde Schäftlarn honoriert Einsatz

Jährlicher Zuschuss für First Responder

Die First Responder sind eine nicht mehr wegzudenkende Einheit im Ort. Nun hat der Gemeinderat Schäftlarn beschlossen, die laufenden Betriebskosten der Ehrenamtlichen mit 1000 Euro jährlich zu unterstützen.

Schäftlarn – Der Responder-Dienst wurde 2009 von der Feuerwehr Hohenschäftlarn ins Leben gerufen und finanziert sich über Spenden. Heute sind alle drei Ortsfeuerwehren involviert. „Aufgabe der First Responder ist es“, so der Geschäftsführende Beamter Stefan Wallner, „das sogenannte Therapiefreie Intervall, sprich die Zeit zwischen Notruf und der ersten medizinischen Versorgung, zu überbrücken.“ Gerade in ländlichen Gebieten hat dies eine besondere Bedeutung, da der alarmierte Rettungswagen oder der Notarzt eine Eintreffzeit von über 15 Minuten haben. „Die Ausrückzeit der First Responder liegt bei etwa drei Minuten“, erläuterte Kommandant Daniel Buck bei der letzten Hauptversammlung der Wehr, „sodass wir im Schnitt neun Minuten früher vor Ort sein können.“

Die Gemeinde Schäftlarn hatte aufgrund der finanziellen Situation im Gründungsjahr eine finanzielle Unterstützung zuerst abgelehnt, aber dann doch im Rahmen des Nachtragshaushaltes 5000 Euro als Starthilfe eingestellt. „Aufgrund der Bedeutung des Responders für die Schäftlarner sollten wir die Kosten für das Verbrauchsmaterial und für ärztliche Untersuchung, wie beispielsweise die Hepatitisschutzimpfung, bezuschussen“, so Wallner. Diesem Beschlussvorschlag stimmten die Räte uneingeschränkt zu.

In den vergangenen Jahren hat die Gemeinde die First Responder mit geringfügigen Summen unterstützt, die Mangels eines eigenes Unterkontos auf das Konto der Feuerwehr Hohenschäftlarn eingezahlt worden ist. Ein Punkt, den bereits 2015 der Rechnungsprüfungsausschuss bemängelte. Nun ist für das Haushaltsjahr 2017 eine entsprechende Haushaltsstelle mit Unterkonto eingerichtet worden.

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