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Schüler und Geistliche freuten sich über das tolle Spendenergebnis.

144 867 Euro für die indische Partnerschule

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Bei  einem Festakt im Gymnasium Kloster Schäftlarn bekam Bischof Paul Maipan aus Khammam 144 867 Euro von der Aktion „Sternstunden“ überreicht. Das Geld ist für die indische Schule Stella Maris. Deren Bau haben Schäftlarner Schüler mitfinanziert.

Schäftlarn – „Sie sind keine Gäste, Sie sind Freunde“, begrüßt Abt Petrus Höhensteiger Bischof Paul Maipan und Bischofssekretär Father Kiran Lourdu, die extra die lange Reise aus dem südindischen Khammam nach Schäftlarn unternommen hatten. Dort, in Morampalli Banjara, befindet sich die Stella Maris English Medium High School, die derzeit 430 Kindern die Möglichkeit einer Ausbildung bietet. Der Kontakt zum mehr als 7000 Kilometer entfernten Gymnasium Kloster Schäftlarn kam 2013 zustande. Dennis Deininger und David Straub machten nach dem Abitur eine Reise durch Indien – und erfuhren von den Plänen Bischof Maipans zum Bau einer Schule. Der Geistliche hat sich seit seinem Amtsantritt vor 20 Jahren für sozial Schwache eingesetzt. So errichtete er ein Heim für behinderte Kinder, die in Indien oftmals von ihren Eltern verstoßen werden, ebenso ließ er Brunnen bauen und kostenlos Medikamente verteilen.

„Damals“, blickt Schäftlarns Schulleiter Wolfgang Sagmeister, der selbst seit gut zwei Jahrzehnten mit Bischof Maipan befreundet ist, zurück, „war Stella Maris nur eine Idee.“ Eine Idee, von der Deininger und Straub berichteten. Dann ging alles Schlag auf Schlag: Die Schule beschloss, das Projekt zu unterstützen, sieht sich seitdem als Partnerschule. Dank ihrer Hilfe, der Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks „Sternstunden“, dem Verein „The Life to Share“ aus Wolfratshausen sowie Missio München konnte die Einrichtung in Indien gebaut werden. 2015 machten sich – ein Kamerateam des Bayerischen Rundfunks an ihrer Seite – zwei weitere Schäftlarner Abiturienten auf den langen Weg: Alex Wilde und Georg Sibbel. „Wir waren überwältigt von der Fröhlichkeit und Dankbarkeit“, berichtet Wilde. „Die Kinder zeigten uns, wo sie schlafen. 50 Kinder in einem Raum in der Größe eines Klassenzimmers, in einem Eimer neben ihrem Bett waren all ihre Habseligkeiten untergebracht.“ Doch das schien den Schülern nichts auszumachen. „Sie strahlten und freuten sich, dass sie hier sein und lernen konnten.“

Diesen Eindruck konnte auch das zwölfköpfige P-Seminar, das im November 2018 für zehn Tage in das Indische Bistum fuhr, nur bestätigen. Um weitere Spender anzuwerben, erstellten sie nach ihrer Rückkehr eine Broschüre, in der sie Stella Maris vorstellen und zwei Schüler in kleinen Reportagen porträtieren. Mittlerweile hat das Gymnasium Kloster Schäftlarn rund 39 000 Euro, die durch Spendenläufe zusammen gekommen sind, weitergeleitet.

Marianne Lüddeckens, zuständig bei den Sternstunden für Auslandsprojekte, zeigte sich von dem Engagement beeindruckt. „So hätten wir das gerne überall“, lobte sie, ehe sie Bischof Maipan den Scheck über 144 867 Euro für den Erweiterungsbau der Schule überreichte. „Wenn sich eine Schule für eine andere so einsetzt, kann das nur klappen.“

Dieses Engagement soll auch in den nächsten Jahren nicht nachlassen. Monsignore Wolfgang Huber, Präsident des Internationalen Katholischen Hilfswerks Missio, brachte es auf den Punkt. „Es geht nicht darum, Gelder von einer Seite auf die andere zu schieben – es geht um ein Miteinander und dass man füreinander Verantwortung übernimmt. Und genau das macht ihr.“

Lesen Sie auch: Was das Gymnasium Kloster Schäflarn so besonders macht und das neue Kloster-Maskottchen Elli.

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