Kein Zuschuss für Finanzspritze beim Schul-Neubau in Icking

Hoffnung auf 85.000 Euro zerplatzt: Schäftlarn blitzt beim Landkreis ab

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145.000 Euro hat Schäftlarn zum Bau des Maria-Rilke-Gymnasiums in Icking beigesteuert. Die Hoffnung, einen Teil davon wiederzusehen, hat sich nun zerschlagen.

Schäftlarn Die Entscheidung ist für die Gemeinde Schäftlarn bitter: Das Landratsamt München hat geprüft, ob die Gemeinde nachträglich Anspruch auf einen Zuschuss bei den Investitionskosten hat, die Schäftlarn vor sieben Jahren bei der Erweiterung des Rainer-Maria-Rilke-Gymnasiums in Icking geleistet hatte. Die Rede ist von rund 145.000 Euro, die Schäftlarn 2012 dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen überwiesen hatte. 70 Prozent davon erhoffte sich die Gemeinde zurück – macht nach Abzinsung 85.000 Euro.

Doch der Kreis sagt Nein. Obwohl er, so begründet der Geschäftsführende Beamte Stefan Wallner den Antrag der Gemeinde, in Aussicht gestellt habe, bei weiterführenden Schulen in Zweckverbänden 70 Prozent der zuschussfähigen Kosten zu übernehmen.

Schäftlarn, das Gastschüler nach Icking schickt, steuerte rund 145 000 Euro für den Bau bei. Im Gegenzug sollte es keinen Aufnahmestopp für die Schüler aus der Nachbargemeinde geben, und die Zweifachturnhalle Vereinen aus Schäftlarn zur Verfügung stehen.

Allerdings ist laut Landratsamt der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen zuständig für Bau und Erhalt der Schulanlage – und nicht der Landkreis München. Zudem flössen von dort ans Landratsamt in der Flößerstadt ohnehin 925 Euro für jeden Gastschüler, der in Icking das Gymnasium besucht. Bei 161 Jugendlichen derzeit sind das rund 150.000 Euro jährlich.

Man wolle keine Begehrlichkeiten anderswo wecken. Und: „Die Beteiligung Schäftlarns war auf freiwilliger Basis.“ Die Ablehnung des Schäftlarner Ansinnens erfolgte durch den Ausschuss „Bauen und Schulen“ des Landratsamtes einstimmig.

Das Rainer-Maria-Rilke Gymnasium in Icking war 2012 am Rand seiner Kapazitäten angelangt. Die Kosten für den Neubau, einen Trakt mit EDV- und Physikräumen, lagen zum Spatenstich im April 2013 bei 3,2 Millionen Euro. 30 Prozent davon sollten vom Staat bezuschusst werden. Der Antrag des Landkreises Bad Tölz Wolfratshausen mit Bitte um einen Investitionszuschuss seitens des Nachbarlandkreises München wurde bereits im September 2011 abgelehnt. 

Rubriklistenbild: © Hans Lippert

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