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Hoch zu Ross: Pfarrer Peter Johannes Vogelsang.

Segen im Sattel 

Improvisationstalent beim Georgiritt in Hohenschäftlarn

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Flexibilität ist alles, dachten sich die Veranstalter des Hohenschäftlarner Georgirittes. Die gesperrte Kirche verlangte Improvisationstalent.

Schäftlarn - Der Gottesdienst konnte nicht, wie all die Jahre zuvor, in der Kirche St. Georg gehalten werden – diese ist wegen Sanierungsbedürftigkeit geschlossen. „Also haben wir ihn in den Huber-Stadl am Kirchberg verlegt“, sagt Pfarrer Peter Johannes Vogelsang. 

Podest statt Altar

Nur: Hier war kein Altar. So wurde das Podest, von dem aus die Hohe Geistlichkeit beim Umritt Ross und Reiter den Segen spendet, umfunktioniert und im Stadl aufgebaut. „Aber nun hatten wir ja kein Podest mehr beim Umritt selbst“, berichtet Vogelsang weiter. „Also habe ich vorgeschlagen, auf dem Pferd sitzen zu bleiben.“ Denn traditionsgemäß reitet der Pfarrer die erste der drei Runden um St. Georg mit. Gedacht – getan. 

Segen im Sattel

Diese Lösung hatte in Vogelsang noch einen weiteren Vorteil: „Wir konnten die Leiter, die ich zum Be- und Absteigen des Pferdes brauche, im Huber-Stadl lassen.“ Der Pfarrer lacht herzlich. „Wäre ja auch nicht so schön gewesen, wenn ich vor aller Augen hinunterpurzle.“ Das Improvisationstalent jedenfalls tat der Stimmung keinen Abbruch – im Gegenteil. Pferd und Reiter nahmen zu den Klängen der Hohenschäftlarner Blasmusik die Segnungen entgegen und trafen sich im Anschluss erneut im Huber-Stadl zum gemütlichen Beisammensein. 

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