B 11 durch Hohenschäftlarn wird zur Baustelle

B11 wird bald gesperrt - Ärger gibt's schon jetzt

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Hohenschäftlarn - In rund sechs Wochen wird die B11 durch Hohenschäftlarn für ein halbes Jahr gesperrt. Grund dafür sind die bis November andauernden Umbauarbeiten. Das Staatliche Bauamt hat für diesen Zeitraum einen Ausweichplan erarbeitet, der allerdings nicht überall auf Gegenliebe stößt.

 „Zielort ist in erster Linie München“, moniert etwa Andreas Winkler (38). Er lebt in Schäftlarn und hat sich den Plan angesehen. Zufrieden ist er nicht, daher hat er sich an den Münchner Merkur gewandt. Die Fahrt nach Baierbrunn beispielsweise, werde umständlich und länger, obwohl die Gemeinde eigentlich nur vier Kilometer entfernt liegt. Die Umleitung sieht als Möglichkeit vor, über Kloster Schäftlarn, Dingharting, Straßlach bis Höllriegelskreuth zu fahren und dann auf der B11 über Buchenhain zurück. Variante zwei ist über die Autobahn, Ausfahrt Forstenried, anschließend über Solln und Pullach. „Der Umweg beträgt mindestens 24 Kilometer, also gut eine Versechsfachung“, hat Winkler ausgerechnet. Er selbst hat zwei kleine Kinder. Die Tochter wird von einem Arzt aus der Nachbargemeinde behandelt, der Sohn ist in Baierbrunn Mitglied im Sportverein und muss irgendwie zum wöchentlichen Training kommen. „Aber ich kann ihn doch nicht einfach aufs Fahrrad setzen und losschicken.“ Auch seien die Gewerbegebiete in Baierbrunn und Pullach für die alltäglichen Besorgungen „nicht ohne erheblichen Mehraufwand nicht zu erreichen“. Eine Situation, über die Christian Mattmann, Leiter der Abteilung „Straßenbau“ beim Staatlichen Bauamt Freising, auch nicht glücklich ist, aber: „An dieser Stelle gibt es kein parallel verlaufendes Wegenetz. Zudem ist auf der einen Seite der Bannwald, auf der anderen Seite das Isarhochufer.“ Also bleibt nichts anderes übrig, als diese Umleitung aufzuzeigen. Alternativ könnte man für die Strecke Hohenschäftlarn-Baierbrunn aber auch auf die S-Bahn zurückgreifen. Wie berichtet, plant die Gemeinde den bisherigen Marktplatz, wie von der GU vorgeschlagen, während der Bauphase als Parkplatz zu nutzen. „Und auch wir“, sagte Mattmann, „werden schauen, dass weitere Parkmöglichkeiten an der Münchner Straße zur Verfügung stehen.“ Das ist Winkler nicht allerdings genug. „Man hätte sich doch eine Durchfahrtsmöglichkeit überlegen müssen, und sei es, dass man die Bundesstraße nur einseitig im Wechsel sperrt.“ Es müsse doch möglich sein, die Baustelle zu passieren, ohne dass man sich als Nicht-Anlieger strafbar mache, findet der Schäftlarner.

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