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Mehrmals mussten die Freiwilligen Feuerwehren aus Baierbrunn, Ebenhausen, Pullach, Grünwald und Straßlach in Not geratene Schlauchbootfahrer retten.

Zahlreiche Einsätze trotz Verbot

In der Isar: Rettungskräfte bergen Schiffbrüchige von Damm

Baierbrunn - Zwei gekenterte Schlauchbootfahrer sind am Samstag in Nähe von Schäftlarn auf einem Damm in der Isar festgesessen. Einsatzkräfte von Feuerwehr und Wasserwacht retteten die Beiden aus den Fluten.

Trotz einer ausdrücklichen Warnung, nach den starken Regenfällen nicht mit dem Schlauchboot auf der Isar zu fahren, haben sich am Wochenende einige dem Verbot der Landratsämter widersetzt. Und das mit Folgen: Ein Schlauchboot mit vier Insassen kenterte am Samstag auf der Isar bei Baierbrunn. Zwei Personen konnten sich schwimmend ans Ufer retten. Die anderen beiden saßen am Mitteldamm unterhalb des Baierbrunner Kraftwerks fest und mussten von Einsatzkräften der Feuerwehr, Wasserwacht und DLRG mit Booten gerettet werden.

 Von Wolfratshausen aus war die Vierergruppe mit dem Schlauchboot auf dem Fluss unterwegs, als ein unter der Wasseroberfläche treibender Baumstamm, so vermutet die Polizei, das Boot kurz nach Schäftlarn zum Kentern brachte. Ein Wanderer, der das Unglück zufällig mitbekommen hatte, alarmierte gegen 14.20 Uhr umgehend die Polizei. Die gekenterten Schlauchbootfahrer kamen noch einmal mit dem Schrecken davon, verletzt haben sie sich laut Polizeiangaben nämlich nicht. 

In der Zwischenzeit erreichten die Einsatzzentrale weitere Notrufe über havarierte Bootsfahrer. Unter anderem musste eine gekenterte Gruppe am Georgenstein gerettet werden. Für die Retter der Freiwilligen Feuerwehren aus Baierbrunn, Ebenhausen, Pullach, Grünwald und Straßlach entwickelte sich der Nachmittag zu einem Einsatzmarathon. Auch die Wasserwacht aus Wolfratshausen, Kräfte des DLRG und ein Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Immer wieder warnten die Rettungskräfte mit Megafonen vom Ufer aus die Bootsfahrer, an Land zu kommen. Nicht alle kamen der Aufforderung nach. Bei fast allen gekenterten Bootsfahrern war Alkohol im Spiel. „Zumindest hatten wir kaum einen, der nüchtern war“, sagt Baierbrunns Feuerwehr-Kommandant Johann Stockinger. 

Auch am Sonntag waren die Retter wieder in Alarmbereitschaft. Denn nach wie vor ist die Isar zwischen Geretsried und München für Schlauchboote vorerst gesperrt. Die Landratsämter München und Bad Tölz-Wolfratshausen haben ein entsprechendes Verbot erlassen.

mm

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