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Keine Asylbewerber ins Knott-Gebäude Schäftlarn

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Schäftlarn – Die Gemeinde Schäftlarn hat ihre Zustimmung zur Umnutzung des ehemaligen Knott-Gebäudes in eine Asylbewerberunterkunft vorläufig verweigert. Wie berichtet, möchte das Landratsamt die leerstehende Firma an der Münchner Straße / Benediktstraße auf zehn Jahre zur Unterbringung von Asylbewerbern anmieten.

„Geplant ist, hier eine Bleibe für Familien zu schaffen“, hatte Katrin Wischnitzki vom Landratsamt schon im Februr auf einer Infoveranstaltung im TSV-Vereinsheim vor gut 300 Schäftlarnern betont (wir berichteten). Das Souterrain soll mit diversen Funktionsräumen der Gemeinschaft zur Verfügung stehen, im Erdgeschoss sind 62, im Obergeschoss 68 Schlafstellen vorgesehen.

 Bereits im März vergangenen Jahres wurde schon einmal ein Bauantrag zur Umnutzung der Immobilie gestellt. Nur war damals noch nicht die Rede von einer Asylbewerberunterkunft, sondern von einer Umwandlung in zehn Wohneinheiten. „Doch mit der jetzt geplanten intensiven Nutzung des ehemaligen Bürogebäudes entstehen etwa 47 Kubik Abwasser zusätzlich“, teilte Bauamtsleiter Stefan Jocher dem Bau-, Planungs- und Umweltausschuss mit. „Die Pumpe könnte überlastet werden. Ein Ingenieurbüro ist gerade dabei, dies zu prüfen.“ Vom Ergebnis hängt es dann ab, ob ein zusätzlicher Entlastungsstauraum oder Kanal geschaffen werden muss. „Doch solange die Erschließung nicht gesichert ist, können wir die gemeindliche Genehmigung nicht erteilen.“

Und dann ist da noch die Sache mit dem Haupteingang, beziehungsweise der Zufahrt. „Die soll doch, zumindest wurde uns das zugesagt, ausschließlich an der Münchner Straße sein“, monierte Uli Stuke ( Grüne) nach einen Blick auf den Plan. „Hier ist aber nur eine schmale Treppe als Zugang eingezeichnet. Dem kann ich nicht zustimmen. Für mich hat sich der Architekt eine Low-Cost-Variante ausgesucht.“ 

Dem musste auch Christian Fürst zustimmen. „Wir hatten sogar überlegt“, erinnerte sich der CSU-Politiker, „eine neue Hausnummer zu vergeben, wenn der Haupteingang von der Benedikt an die Münchner Straße verlegt wird.“ Allerdings ist das rechtlich kein Grund, die Zustimmung zur Nutzungsänderung zu verweigern. Jocher erklärt: „Die Benediktstraße ist eine öffentliche Straße. Um die weitere Nutzung hier zu verhindern, müssten wir eine Veränderungssperre aussprechen und einen neuen Bebauungsplan aufstellen.“ Nichtsdestotrotz wurde dieser Punkt als Begründung in den ablehnenden Beschluss mit aufgenommen.

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