Wegen steigender Kosten sollen Eltern drei Prozent mehr zahlen

Kitas in Schäftlarn werden teurer

  • Sabine Hermsdorf-Hiss
    vonSabine Hermsdorf-Hiss
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Tiefer in die Tasche greifen müssen Eltern ab dem Kindergartenjahr 2021/22: Der Jugendausschuss hat eine dreiprozentige Gebührenerhöhung für die Betreuung in Kindertageseinrichtungen empfohlen.

Kinderbetreuung in Schäftlarn wird teurer.

Die Kostensteigerungen in den Kindertageseinrichtungen, insbesondere beim Personal, hatte den Schäftlarner Gemeinderäten bereits vor einem Jahr Bauchschmerzen bereitet. Damals hatte der Ausschuss eine zukünftig Jährliche von drei Prozent befürwortet. Allein für die Finanzierung der Großraumzulage hat sich der Defizitausgleich für die Gemeinde um über 100 000 Euro erhöht. Um aber weiter als attraktiver Arbeitgeber zu gelten und einem Fachkräftemangel vorzubeugen, wird vonseiten der Träger gefordert, dass die Gemeinde die Ende vergangenen Jahres eingestellte Zahlung der Arbeitsmarktzulage wieder aufnimmt. Aus Sicht des geschäftsführenden Beamten Stefan Wallner ist daher eine stetige Anpassung der Elternbeiträge unumgänglich. „Durch die Erhöhung nach einem festgelegtem Prozentsatz können auch die Eltern besser ihre Ausgaben planen.“

Preise im oberen Mittelfeld

Doch wie steht Schäftlarn mit den Gebühren eigentlich im Vergleich zu den Nachbargemeinden da? „Wir bewegen uns im oberen Mittelfeld“, so Wallner. Für eine Betreuung von vier bis fünf Stunden in der Grippe verlangen die Einrichtungen in Schäftlarn 299 Euro. Für den Besuch im Kindergarten im gleichen Zeitrahmen zahlen die Eltern 145 Euro. Beim Kinderhort werden für vier bis fünf Stunden 157 Euro fällig.

Susanne Dichtl (CSU) befürtete, dass man auch nicht mit einer dreiprozentigen Erhöhung nicht auskommen werde. Julia Brunner (Grüne) schlug vor, zumindest die Krippe von der Erhöhung auszunehmen. „Das haben wir 20/21 schon getan“, sagte Wallner. Aber auch hier seien die Kosten nach oben gegangen. „Wir können nur einen empfehlenden Beschluss aussprechen“, sagte Bürgermeister Christian Fürst. „Umsetzen müssen es die Träger.“ Zudem würde die Nachverdichtung auch vor Schäftlarn nicht Halt machen, was wiederum bedeutet, dass für weitere Kinder auch weitere Einrichtungen gebraucht werden. „Für Neubauten gibt es vom Freistaat Förderungen, aber nicht für den Unterhalt. Der liegt bei uns.“ Letztendlich entschied sich der Ausschuss dann doch mehrheitlich für eine Anhebung der Gebühren in allen Einrichtungen um drei Prozent.  sh

Rubriklistenbild: © Uwe Anspach

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