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Klimaschutzmanagerin schmeißt hin: So geht‘s jetzt für Straßlach und Schäftlarn weiter

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Von: Andrea Kästle

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Eva Kellner hat einen neuen Job in München. Sie ist sich aber sicher: „Auf jeden Fall sind Bürger und Verwaltungen in beiden Gemeinden für den Klimaschutz sensibilisiert worden.“ f.: sh/A.
Eva Kellner hat einen neuen Job in München. Sie ist sich aber sicher: „Auf jeden Fall sind Bürger und Verwaltungen in beiden Gemeinden für den Klimaschutz sensibilisiert worden.“ © Sabine Hermsdorf-Hiss

Das kam überraschend: Eva Kellner, die Klimaschutzmanagerin der beiden Gemeinden Schäftlarn und Straßlach hat gekündigt. Wie geht es jetzt weiter?

Schäftlarn/Straßlach – Die Gemerinde Straßlach-Dingharting will die Nahwärmeversorgung neu aufstellen. Und Schäftlarn plant, sich zu beteiligen am Windenergieprojekt im Forstenrieder Park. Nun sind die beiden Gemeinden in ihren Aktivitäten im grünen Bereich vorübergehend jedoch ein wenig ausgebremst worden. Die Klimaschutzmanagerin, die sich beide Kommunen geteilt haben, hat gekündigt. Eva Kellner hört zum 30. September auf. Sie hat einen Job in ihrem Wohnort München gefunden.

„Wir bedauern den Schritt“, sagt Hans Sienerth, parteifreier Bürgermeister von Straßlach-Dingharting. Projekte würden sich durch die Personalie aber nicht verzögern, und die Förderungen werden auch, bis ein Nachfolger gefunden ist, ausgesetzt. „Kein Vorhaben kommt ins Stocken, und die Kooperation mit Schäftlarn läuft weiter“, versichert Sienerth.

Viele Projekte angestoßen

Auch wenn die Klimaschutzkonzepte in den Kommunen noch nicht fertig sind – einiges ist schon angeleiert worden. Beide Gemeinden wollen die Straßenbeleuchtung umstellen auf LED und die kommunalen Liegenschaften mit PV-Anlagen ausstatten. Auch wenn es gerade in dem Bereich nicht so einfach ist, jetzt loszulegen, „die Preise werden alle zwei Wochen teurer“, sagt Eva Kellner. „Der Markt ist derzeit völlig überhitzt“, auch die Energie-Agentur Ebersberg-München bietet deshalb momentan die beliebten Bündel-Aktionen nicht mehr an.

Radverkehrs- und Beschilderungskonzept

Weiterhin hat Eva Kellner, die Humangeografie und Nachhaltigkeit studiert hat, für beide Gemeinden ein Radverkehrs- und Beschilderungskonzept auf den Weg gebracht. Das „Umsetzungsprogramm ++“, aufgelegt von der Energieagentur und dem Landkreis, um Kommunen zu unterstützen, ihre Entwicklungspotenziale für die Energiewende auszuschöpfen, wollen die zwei Gemeinden ebenfalls mitnehmen. Und während Schäftlarn die Klosterbäche renaturieren möchte, betrachtet Straßlach schon das Hackschnitzelkraftwerk als „Leuchtturmprojekt“, wie Sienerth sagt.

„Wir planen ansonsten viele kleinere Geschichten“, sagt der Rathauschef. Unter anderem ist auch eine Erweiterung des Energieförderprogramms vorgesehen, das auch Leute bezuschusst, die sich ein E-Bike kaufen oder einen energiesparenden Kühlschrank.  

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