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Ein knöcheltiefer See hat sich nach dem Rohrbruch gebildet.

Nach Rohrbruch 

Kloster Schäftlarn über zwölf Stunden ohne Wasser

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Über zwölf Stunden gab es kein Wasser rund ums Kloster Schäftlarn. Die Reparatur des Rohrbruchs zog sich am Dienstag. Die Wirtshäuser mussten schließen.

Schäftlarn – Ein nervenaufreibender Tag liegt hinter dem Team vom Gasthaus Bruckenfischer im Ortsteil Kloster Schäftlarn. Plötzlich fiel am Montag gegen 19 Uhr das Wasser aus, erzählt Kellner Hans Piwetz. Bis zur Schließung des Lokals um 22 Uhr „haben wir uns so durchgewurschtelt“. Das WC musste gesperrt werden, „die Gäste waren irritiert, wir haben uns tausendmal entschuldigt“, sagt der Mitarbeiter. Nach Schankschluss ging nichts mehr: Spül- und Kaffeemaschine, Toilette, Wasserhahn. Das Team des Bruckenfischers saß auf dem Trockenen.

Wie der ganze Ortsteil rund ums Kloster dann ab Dienstagmorgen. Um genau das zu vermeiden, hatten die Gemeindewerke die geplanten Arbeiten zur Reparatur des Be- und Entlüfters einer Hauptleitung am Sportplatz des Gymnasiums extra auf die Nacht von Montag auf Dienstag gelegt. „Damit niemand auf dem Trockenen sitzt“, verdeutlicht Wolfgang Sacher, Leiter der Gemeindewerke. Doch es gab bei den Arbeiten einen heftigen Rückschlag mit 13 bar – das Rohr brach. Die defekte Leitung wurde sofort gesperrt, damit nicht ganz Schäftlarn trocken fällt. Doch Gastronomen und Bewohner rund ums Kloster blieben ohne Wasser.

Reparatur dauert über zwölf Stunden

Mit Hochdruck arbeiteten Experten an der Reparatur – von 6 Uhr in der Früh bis zum Abend. Das Problem: Als der eine Schaden an der Leitung behoben war und diese mittels eines Schiebers wieder geöffnet werden sollte, „war der Schieber kaputt“, erläutert Sacher. Die Folge: zwei weitere trockene Stunden. Gegen 19 Uhr floss das Wasser am Dienstagabend wieder rund ums Kloster Schäftlarn.

Sacher weiß, dass ein solch langer Ausfall „sehr ärgerlich“ ist, vor allem für die Gaststätten Bruckenfischer und Klosterbräustüberl. „Es geht ja nichts mehr. Sie mussten zusperren.“ Fremdenzimmer blieben leer, Reservierungen für Tische wurden abgesagt.

Gastro-Team legt Nachtschicht ein

Trotzdem war das gesamte Bruckenfischer-Team im Einsatz. „Wir wussten ja nicht, wann das Wasser wieder läuft“, sagt Kellner Piwetz. Die Mitarbeiter wollten möglichst schnell wieder aufsperren können. Sie warteten vergeblich – und mussten schließlich eine Nachtschicht einlegen. Als es endlich Entwarnung gab, seien sie bis 3 Uhr nachts beschäftigt gewesen, um zu spülen, putzen und das Gasthaus wieder herzurichten, erzählt er. Viel Arbeit war ohne Wasser nicht möglich. Zudem mussten die Leitungen gespült werden.

Dazu rät auch Sacher. „Es kann ja sein, dass Schutt oder Steine mitfließen“, sagt er. Darum sollten alle Betroffenen das Wasser eine längere Zeit laufen lassen und die Perlatoren, die Köpfe auf den Wasserhähnen, abschrauben und reinigen, damit sie nicht durch Dreck verstopfen.   

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