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Ist er nicht süß? Der kleine Benedikt Jungbauer lebt mit seinen Eltern Christine und Markus im Ortsteil „Kloster Schäftlarn“. Die Eltern haben sich über das Kloster kennengelernt, im Kloster geheiratet und wollen nun auch ihr en kleinen Sohn dort taufen lassen.

Nach 20 Jahren

Nachwuchs in „Kloster Schäftlarn“ 

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Kloster Schäftlarn hat nach 20 Jahren erstmals wieder Nachwuchs bekommen: Benedikt Jungbauer kam am 24. September zur Welt. Moment: Kloster? Baby? Verbirgt sich hier ein Skandal? 

Kloster SchäftlarnAber nein, denn als „Kloster Schäftlarn“ wird nicht nur die Benediktinerabtei im schönen Isartal bezeichnet, sondern auch der dazugehörige Ortsteil der Gemeinde Schäftlarn. Und hier leben Christine und Markus Jungbauer mit ihrem neu geborenen Söhnchen Benedikt.

Dennoch verspüren die Jungbauers eine enge Verbindung zu dem ehrwürdigen Gemäuer und seinen Bewohnern. „Wir wohnen genau gegenüber“, beginnt die 33-jährige Floristin mit ihrer Aufzählung. „Ich selbst habe in der Klostergärtnerei gearbeitet, mein Mann ist Koch in der Klosterschule.“ Indirekt haben sie sich auch über das Kloster kennengelernt. „Ich habe anfangs im Klosterbräustüberl gearbeitet – und Christine ist öfters mal rüber gekommen“, erinnert sich Markus Jungbauer. Beim gemeinsamen Weggehen mit den Kollegen wurde dem jungen Paar schnell klar: „Wir gehören zusammen.“ Geheiratet wurde – wie könnte es anders sein – in der Klosterkirche, die Trauung übernahm Pater Johannes Ott.

Und dann kündigte sich der kleine Benedikt an. „Wir haben uns umgehört und sind dann darauf gekommen, dass in unserem Ortsteil vor rund 20 Jahren zum letzten Mal ein Kind geboren worden ist.“ Umso größer ist natürlich die Freude am Ort. Eine Freude, die auch die Mönche und Abt Petrus Höhensteiger teilen. „Er hat sich immer erkundigt, wie es uns geht und wann es denn soweit ist“, erzählt Christine Jungbauer und lächelt. „Er hat regelrecht mitgefiebert.“

Eigentlich sollte der Kleine zuerst gar nicht auf den Namen Benedikt hören, sondern auf Leon. „Meine Schwester hat oft meinen Bauch gestreichelt und dabei ,Hallo Leon’ gesagt“, erzählt die 33-Jährige – und dass sie dabei oft das Gefühl hatte, dass das kleine, noch ungeborene Wesen mit dem Namen so gar nicht einverstanden war. „Gerade so, dass er nicht mit Schluckauf protestiert hat.“ Die Eltern nahmen das ernst. „Dann fiel unser Blick auf die Benediktinerabtei – und schon stand der Name endgültig fest: Benedikt.“ Ein Name, mit dem auch das Baby zufrieden schien. Zumindest protestierte es nicht dagegen. Jetzt fehlt nur noch eines: Die Taufe. Der Ort dürfte klar sein: in der Klosterkirche. „Und wir hoffen von Herzen“, so beide Elternteile, „das Abt Petrus diese Aufgabe übernehmen wird.“ 

Sabine Hermsdorf-Hiss

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