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Weihrauch entzündet Reinhard Kardinal Marx auf dem neuen Altar.

Reinhard  Kardinal Marx in der Klosterkirche Schäftlarn

Neuer Altar mit verborgenem Schatz

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Schäftlarn – Nach 50 Jahren Holz-Provisorium: Die Klosterkirche Schäftlarn hat wieder einen richtigen Altar. Er birgt einen Schatz. 

Das besondere Stück hat Reinhard Kardinal Marx bei einem festlichen Gottesdienst geweiht. Damit hat ist die Zeit des Provisoriums vorbei. Errichtet wurde dieser auf Veranlassung von Abt Ambros Rueß im Jahr 1966. 

Im Rahmen der Geralsanierung und des 150-jährigen Jubiläums zur Wiedererrichtung Schäftlarns als Benediktinerkloster wurde dann beschlossen, statt des Provisoriums nun wieder einen feststehenden Altar zu errichten. 

Entworfen wurde dieser von Josef Sailstorfer aus Neufraunhofen (Landshut), der sich bei einem Künstlerwettbewerb mit seiner Idee gegen zwei Mitbewerber durchgesetzt hatte. 

Das Besondere an seinem Entwurf ist ein eingearbeitetes, durchgehendes Kreuz, in dessen Zentrum – und somit von allen Seiten sichtbar – eine Reliquie des Heiligen Dionysius eingebettet worden ist. Er ist, wie auch die Heilige Juliana, der Schutzpatron des Klosters. er Altar besteht aus Kehlheimer Kalkstein. Den Quader hat eine Abordnung des Konvents im Mai im Steinbruch Essing mit dem Künstler ausgesucht. Die Reliquie des Heiligen Dionysius, die sich in einem Glaszylinder in der Mitte des eingearbeiteten Kreuzes befindet, ist eine Schenkung der Kathedrale Saint-Denis nördlich von Paris. Der Legende nach wurde Dionysius während der Christenverfolgung 249 auf dem Montmartre geköpft und lief, sein Haupt im Arm, zum heutigen Standort der Kathedrale, wo er tot umfiel und begraben wurde. Die Echtheit der mit einem Siegel verschlossenen Reliquie wird in einem Schreiben des Erzbischofs Jean Kardinal Verdier vom 8. Juli 1931 bestätig

Passend zum Altar wurden der Ambo (Rednerpult) und der Osterleuchter gestaltet, die ebenfalls von Kardinal Marx gesegnet wurden. „Der Altar ist für das Sinnbild Christi in unserer Mitte, nicht nur aus architektonischer Sicht, sondern auch als Mittelpunkt des klösterlichen Lebens“, betonte der Kardinal. „Daher behandeln wir ihn wie eine Person. Er wird mit Weihwasser besprengt als Erinnerung an die Taufe, mit Chrisam gesalbt, um zum Symbol Christi, dem ,Gesalbten‘ zu werden, und wir verbrennen Weihrauch als Zeichen unserer aufsteigenden Gebete.“ 

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