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Weiter freie Fahrt auf der Klosterstraße: Eine zeitlich begrenzte Teilsperrung für Motorradfahrer will der Gemeinderat nicht.

Zu weite Umwege

Klosterstraße wird nicht gesperrt

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Schäftlarn - Keine Sperre der Klosterstraße in Schäftlarn: Der Gemeinderat lehnt die Idee des Landratsamts ab.

Es bleibt, wie es ist: Der Gemeinderat Schäftlarn hat sich mit 7:11 Stimmen dagegen entschieden, dem Vorschlag des Landratsamtes bezüglich einer Teilsperrung der Klosterstraße für die Motorradfahrer an den Samstag, Sonn- und Feiertagen zu folgen. Betroffen wäre der Abschnitt zwischen dem Knoten Staatsstraße 2071 und 2571 bis zum Kloster Schäftlarn, begrenzt auf die Zeit zwischen 1. März bis 30. November. 

Vorausgegangen waren jahrelange massive Beschwerden der Anwohner, da sowohl Motorradfahrer als auch getunte Wägen den Klosterberg als Test- und Rennstrecke gebrauchen. „Sie fahren hoch, wenden hier und schon gehts wieder runter“, berichteten sie. „Und das nicht nur ein oder zweimal, sondern stundenlang.“ 

Der Vorschlag, die Klosterstraße mit dem Hinweis auf Lärmbelästigung, zwischen Ampel / B11 und Knotenpunkt zu sperren, scheiterte an der Rechtslage. Bei den Lärmberechnungen wird das durchschnittliche tägliche Verkehrsaufkommen zu Grunde gelegt. Röhrende Motoren, Wenden und Autotürenschlagen werden nicht berücksichtigt. „Angesichts der Verkehrsbelastung ist davon auszugehen, dass die verkehrsrechtlich relevanten Richtwerte nicht überschritten werden. Eine Anordnung wäre daher nur schwer zu begründen und unterläge einem hohen Aufhebungsrisiko.“ 

Allerdings sah die Behörde die Möglichkeit, den unteren Teil der Klosterstraße zum „Schutz von Erholungsorten von besonderer Bedeutung“ zu sperren. Um die Wirkung zu testen, sollte diese Anordnung vorerst zeitlich begrenzt durchgeführt werden. „Aber dann haben wir einen Rundparcour“, warf Michael Waldherr (GU) ein. „Außerdem, wo sind die Kröten und Bäume unter der Woche?“ Der Politiker, selbst jahrelanger Motorradfahrer, verwies zudem auf all die Verkehrsteilnehmer, die sich regelkonform verhalten. „Da müssen jetzt 200 Schäftlarner mit Motorrad einen riesigen Umweg fahren, wenn sie zum Klosterbräustüberl wollen, nur weil zehn Mann nicht in die Schranken zu weisen sind.“ 

Parteikollege Josef Woratsch hofft auf die Unterstützung durch die Polizei. „Ohne sie bekommen wir das nicht in den Griff.“ Nur: Die Motorradfahrer untereinander sind gut vernetzt. „Wenn unten die Polizei steht, werden die oben per Handy gewarnt. Und das war es dann wieder."

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