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Schäftlarner Gemeindeunion jetzt doch mit Bürgermeisterkandidatin

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Von: Sabine Hermsdorf-Hiss

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Neue Liste im zweiten Anlauf: (hinten, v.l.) Susanne Waldherr-Kleinschmidt, Korbinian Narr, Gerhard Trell, Christoph Ertl, Cornelia Seibold, Joakob Metz, Ekkehard Körner, Michael Waldherr, Manfred Raitl, Martin Hintermann und Philipp Federspieler sowie (vorne, v.l.) Johann Schmid, Maria Kötzner-Schmidt, Claudia Keller und Josef Woratsch. © Hermsdorf-Hiss

„Raus ausm Keller mit Christine Keller“ ist das Motto der Gemeindeunion (GU) für den Bürgermeisterwahlkampf 2020. Bei einer erneuten Aufstellungsversammlung kürten die Mitglieder die 44-jährige Bauingenieurin zu ihrer Kandidatin um das höchste Amt der Gemeinde.

Schäftlarn – „Raus ausm Keller mit Christine Keller“ ist das Motto der Gemeindeunion (GU) für den Bürgermeisterwahlkampf 2020. Bei einer erneuten Aufstellungsversammlung kürten die Mitglieder die 44-jährige Bauingenieurin zu ihrer Kandidatin um das höchste Amt der Gemeinde. Durch die Bewerbung Kellers, die vorher nicht auf der Liste zu finden war, musste diese erneut abgestimmt werden. „Alles was vorher war“, so GU-Vorsitzender Ekkehard Körner, „können wir vergessen.“ Unter Leitung von Erich Rühmer beschloss die Versammlung, statt Maria Kötzner-Schmid (nun Platz 4) Christine Keller auf die Spitzenposition zu setzen. Ebenso neu hinzu gekommen ist Korbinian Narr (16). Für die beiden Neuzugänge räumten Dr. Edgar Prasch und Leonard Seitz ihre Plätze.

Kandidatin wünscht sich mehr Transparenz und Information

„Im Rathaus sollte Offenheit und Freundlichkeit spürbar sein und die Anliegen der Bürger sollten ernst genommen und umgesetzt werden“, sagt Christine Keller. Zudem wünscht sich die 44-jährige zweifache Mutter einen besseren Informationsfluss innerhalb der Gemeinde. Dies könne sie sich beispielsweise in einer Broschüre vorstellen, die ausführlich über größere Bauvorhaben informiert und sich auch Vereine, Kultur und Kirchen vorstellen könnten. „Auch die Jugendarbeit muss noch mehr gefördert werden.“

Mehr Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden

Die Bauingenieurin, die in der Liegenschaftsverwaltung der Bundespolizei München sowie ehrenamtlich im Elternbeirat der Grundschule Schäftlarn tätig ist, plädiert für die Aufstellung einer Dringlichkeitsliste bezüglich der geplanten Baumaßnahmen. Und: „Öffentliche Gebäude brauchen Wohnungen und dürfen nicht ohne Keller gebaut werden.“ Auch möchte Keller in einen engeren Dialog mit den Nachbargemeinden und -städten treten. „Ein Radweg darf nicht an der Gemeindegrenze aufhören.“ Ebenso sollte man hinsichtlich des von Starnberg geplanten Gewerbegebiets Schorn wieder „aktive Gespräche aufnehmen und im Sinne der Neufahrner, die die meiste Verkehrsbelastung trifft, agieren. Krawall ist hier nicht zielführend.“

Ebenso steht die Verbesserung der Situation am S-Bahnhof Ebenhausen auf der Agenda der Bürgermeisterkandidatin. „Die Haltestelle muss auch mit dem Kinderwagen und für behinderte und ältere Menschen problemlos erreichbar sein.“ Ingrid Franz bat Keller um Stellungnahme zum Thema Bürgertreff oder Bürgersaal. Hier allerdings verwies die 44-Jährige auf den laufenden Wahlkampf. „Ich habe da bereits eine Idee, die ich aber noch nicht näher ausführen möchte“, sagt sie. „Zum einen aus Wahlkampfgründen, zum anderen, weil sie noch von unbekannten Variablen abhängig ist.“ Die Bewerbung Kellers zur Kandidatur wurde mit 23 Ja-, zwei Nein-Stimmen und vier Enthaltungen angenommen. 

Die Kandidaten der GU

1. Christine Keller (44), Bauingenieurin, 2. Josef Woratsch (70), Flugzeugbauer, 3. Christoph Ertl (31), Landwirtschaftsmeister, 4. Maria Kötzner-Schmidt (52), Veranstaltungsmanagerin, 5. Johann Schmid (33), Landwirt, 6. Michael Waldherr (63), Zimmerermeister, 7. Martin Hintermann (32), Diplom-Ingenieur, 8. Jakob Metz (58), selbstständiger Handwerker, 9. Philipp Federspieler (75), Ingenieur Elektrotechnik, 10. Johann G. Müller (61), Diplom- Ingenieur, 11. Brigitte Baldi (54), Diplom-Informatiker, 12. Susanne Waldherr-Kleinschmidt (48), Industriekauffrau, 13. Manfred Raitl (65), Unternehmer, 14. Thomas Steigenberger (31), Kraftwerksmeister, Landwirt, 15. Cornelia Seibold (33), Studentin, Bürokauffrau, 16. Korbinian Narr (29), Landwirt, 17. Markus Vogt (57), Professor für christliche Sozialethik, 18. Hermann Ronge (71), Schmiedemeister, 19. Gerhard Trell (65), Postamtsrat außer Dienst, 20. Ekkehard Körner (80), Diplom-Ingenieur, Patentanwalt in Rente

Alles zur Kommunalwahl im Landkreis

Die Bürgermeisterkandidaten aller Gemeinden aus dem Landkreis München, haben wir für Sie in unserem Überblicksartikel zu den Kommunalwahlen 2020 aufgelistet. Zudem können Sie sich in unserem Artikel zu den Landratswahlen über die dort antretenden Kandidaten informieren. Alle weiteren Hintergrundberichte finden sie auch auf unserer Themenseite zu den Kommunalwahlen 2020 im Landkreis München.

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