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Autor Gerhard Etzel.

Erster Krimi-Roman von Gerhard Etzel aus Schäftlarn

Gefährliches Spiel um Ruhm, Tod und Erfolg

Schäftlarn – Ein bisschen Aufmerksamkeit wäre gut, denkt sich der Krimiautor Hartmann - und beginnt in Schäftlarn ein gefährliches Spiel. Das beschreibt Autor Gerhard Etzel in seinem ersten Krimi.

Tobias Hartmann hat es satt, so richtig satt. Keiner seiner Kriminalromane war ein echter Erfolg. Was also tun? Da hat eine Freundin eine Idee: Er soll doch mit einem gewagten Spiel die Öffentlichkeit und die Polizei an der Nase herumführen – ganz nach dem Vorbild eines in den 1920iger Jahren erschienenen Romans. So, das war zumindest der Plan, müsse man doch auf ihn aufmerksam werden. Und so verliert sich nach und nach die Spur von fünf Frauen in Hartmanns Heimatgemeinde Schäftlarn.

Doch dann passiert ein echter Mord. Ein Unbekannter hat sich in das gefährliche Spiel eingemischt. Und es soll nicht bei einem Toten bleiben. „Das Spiel des Frauenmörders“ ist Gerhard Etzels erster Kriminalroman.

Als Autor ist Etzel längst bekannt. Allerdings hat der Zeller bisher nur Mitspielkrimis für Kommunikations- und Managementtrainings geschrieben. „Ich war mal bei einem Krimidinner zu Gast, und da dachte ich mir, das wäre das Richtige für meine Seminare“, erzählt der 69-Jährige. „Schließlich kann man sich in so einer Spielsituation auch mal gegenseitig richtig angehen.“ Vor diesem Hintergrund entstand „Mord im Seminar“ – und war so erfolgreich, dass der „managerSeminar Verlag“ vorschlug, doch mal einen „richtigen“ Krimi zu schreiben.

Kaum im Ruhestand, fing Etzel an. „Zuerst wollte ich den Roman ,Der Frauenmörder’ von Hugo Bettauer, der Anfang der 20iger spielt, in die heutige Zeit versetzen.“ Doch schnell merkte der Autor, dass dies nicht möglich ist. „Allein die modernen Technologien, die den Ermittlern heute zur Verfügung stehen, mussten einfach eingebaut werden.“

Also wurde kurzerhand Etzels Heimatgemeinde Schäftlarn zum Tatort erklärt. „Zur Orientierung habe ich ein paar reale Straßennamen eingebaut“, erzählt der Autor und lacht. „Aber natürlich ohne Hausnummern.“ Auch die Selbstpflück-Blumenwiese zwischen der Autobahn und dem Ortsteil Hohenschäftlarn sowie das Fitness-Studio sind Schauplätze. „Und auch der Streit mit der Nachbargemeinde Berg um die Windräder wird am Rande erwähnt.“ Allerdings: „Real existierende Personen werden sich nicht wiederfinden.“

Etzel hat sich mit seinem Werk beim Schreibwettbewerb „kindle storyteller 2015“ beworben. Der „Kindle Storyteller Self Publishing Award“ ist ein neu geschaffener Literaturpreis für alle, die ihr Buch selbst veröffentlichen wollen. Nach Einsendeschluss am 15. September werden fünf Finalisten aufgrund der Rezensionen und Verkäufe ausgewählt. Diese werden nochmals von einer Jury hinsichtlich Originalität, Spannung und Qualität des Schreibens beurteilt. Der Gewinner erhält neben einem Geldpreis Leistungen zur Vermarktung und ein Vertragsangebot eines Verlages.

sh

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