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Technische Hilfeleistung: Wie ein Unfallopfer auf einem Pkw-Wrack befreit wird, demonstriert die Feuerwehr Hohenschäftlarn beim Tag der offenen Tür.

Feuerwehr Hohenschäftlarn

Aha-Erlebnisse am Fahrsimulator

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Schäftlarn - Beim Tag der offenen Tür der Feuerwehr Hohenschäftlarn können die Besucher praktische Erfahrungen sammeln und ihre Reaktionsfähigkeit testen.

„Wasser marsch“ hieß es bei der Freiwilligen Feuerwehr Hohenschäftlarn. Die stellte bei ihrem Tag der offenen Tür Können und Vielseitigkeit unter Beweis. Zahlreich kamen die Schäftlarner ins Gerätehaus an der Schorner Straße, wo Kommandant Daniel Buck die Veranstaltung moderierte. 

Die ehrenamtlichen Helfer wollen ihren Gästen das Vorgehen bei einer technischen Hilfeleistung zeigen. Ein BMW mit einem Kameraden als Fahrer wird in der Mitte des Hofes platziert. „Wir nehmen ein Szenario an, mit dem wir immer wieder konfrontiert werden: Unfall auf der A 95, Kilometer 22, Fahrtrichtung Garmisch, Person eingeklemmt.“ Schritt für Schritt erklärt der Kommandant das Vorgehen seiner Kameraden, von der Sicherung des Fahrzeugs, der Erstversorgung des Verunglückten, bis zur Handhabung von Spreizer und Schere. Nicht einmal 30 Minuten später ist der Fahrer befreit und dem Rettungsdienst übergeben, die Besucher applaudieren anerkennend. 

Seine eigene Reaktionsfähigkeit und Bremsvermögen testen konnte man eine Station weiter am Fahrsimulator der Verkehrspolizeiinspektion Verkehrserziehung und -aufklärung. „Neue Fahrt, neues Glück“, animiert Polizeihauptkommissar Kurt Schlagintweit, der zusammen mit den Kollegen Alexander Bothner und Gottfried Weileder vor Ort ist, Interessierte einzusteigen. Einer der Tester ist Winfried Svejkovsky aus Degerndorf. Während er in dem Auto Platz nimmt, erklärt Schlagintweit das Prozedere. „Wir spielen Ihnen einzelne Filmsequenzen ein – und plötzlich passiert etwas Unvorhergesehenes.“ Der Hauptkommissar dreht sich zu den Zuschauern um. „Die Aufnahmen haben wir in München gemacht. Schließlich passiert es in Hohenschäftlarn nicht, dass einfach so ein Radlfahrer auf die Straße schießt, oder Einer, ohne auf den Verkehr zu achten, aus einer Seitenstraße kommt.“ 

Svejkovsky beschleunigt auf 50 Stundenkilometer. Plötzlich hatscht ein alter Mann auf die Straße. Der Degerndorfer steigt in die Eisen, das Auto kommt Zentimeter vor dem Senior zu stehen. „Gut gemacht“, lobt Schlagintweit. „0,64 Sekunden als Reaktionszeit.“ Verständlich erklärt der Beamte die Formel „Reaktionsweg + Bremsweg = Anhalteweg“. „Übrigens: Wenn ich statt 50 Stundenkilometer 55 Stundenkilometer fahre, habe ich an dem Punkt, wo ich im ersten Fall schon stehe, immer noch 17 Stundenkilometer drauf“, verdeutlicht der Polizeihauptkommissar. „Einem selbst mag das nicht schnell vorkommen, aber für den Fußgänger ist die Wirkung verheerend."

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