1. Startseite
  2. Lokales
  3. München Landkreis
  4. Schäftlarn

PV-Anlagen auf Gemeindedächern: „Reine Geldanlage mit hoher Rendite“

Erstellt:

Von: Sabine Hermsdorf-Hiss

Kommentare

Auf den Dächern des Bauhofs und der Feuerwehr will die Gemeinde Photovoltaik-Anlagen errichten lassen.
Auf den Dächern des Bauhofs und der Feuerwehr will die Gemeinde Photovoltaik-Anlagen errichten lassen. Foto: © sh/Archiv

Photovoltaikanlagen sollen in Schäftlarn auf den Rathausgaragen, dem Bauhof und dem Gerätehaus der Schäftlarner Feuerwehr installiert werden.

Schäftlarn - Inzwischen gab es ein weiteres Gespräch zwischen der Gemeindeverwaltung und einem etwaigen Investor. Dieser würde auf beiden Gebäuden die Anlage errichten und sich die Investitionskosten über die Gewinne durch den Stromverkauf zurückholen. „Das ist eine reine Geldanlage mit hoher Rendite“, erklärte der Leiter des Technischen Bauamts, Frank Buchberger in der Sitzung des Umwelt- und Mobilitätsausschusses. „Und es entspricht dem Modell einer Genossenschaft.“

Gemeinde würde Strom selbst vermarkten

Allerdings möchte der Investor mit dem Verkauf nichts zu tun haben. „Er empfahl uns, den Strom entweder über einen Stromverkäufer anzubieten oder selbst zu vermarkten.“ Eine neue EEG-Richtlinie macht es in Zukunft möglich. dass Betreiber von Kleinanlagen den Strom an bestimmte Abnehmer oder auf dem Markt zu veräußern. „Wir prüfen hier gerade die nötigen Formalitäten.“ Möglich wäre eine PV-Anlage auf dem Bauhof und der Feuerwehr mit 165 kWp, auf der Rathausgarage mit 40 kWp. Das Verwaltungsgebäude selbst käme wegen seiner Gauben und dem Aufzug nicht in Frage, weil hier zu wenig Fläche zur Verfügung stehen würde.

Bis 2026 ist Kommune an Stromlieferanten gebunden

In erster Linie ist der erzeugte Strom für den Eigenbedarf vorgesehen, die überschüssige Energie könne aber erst ab 2026 an die Gemeinde verkauft werden. Bis dahin ist die Kommune noch an den Stromlieferanten gebunden, Ist es dann soweit, erhält der Netzbetreiber für die Durchleitung ein paar Cent pro Kilowattstunde. Die Nutzung der Garagen am Rathaus zur Stromerzeugung bieten laut Buchberger noch einen weiteren Vorteil: „Hinsichtlich eines eventuellen Blackouts hätten wir hier eine krisensichere Versorgung.“ Allerdings müsse dann ein notstromfähiger Wechselrichter mit eingeplant werden. „Nur, wenn wir auch umschalten können, macht es wirklich Sinn, auch wenn es dann jetzt etwas mehr kosten würde.“

Auch interessant

Kommentare