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Blättern in Erinnerungen: Vorsitzende Renate Schuh und ge istiger Beistand Barbara Mehlich.

Gründung der Kolpingsfamilie Schäftlarn vor 40 Jahren

„Hier darf jeder so sein, wie er ist“

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Vor 40 Jahren wurde die Kolpingsfamilie Schäftlarn gegründet. Dieses Jubiläum soll nun mit einem Festakt in St Benedikt gebührend gefeiert werden.

SchäftlarnDer damalige Pfarrer Anton Fürstenberger brachte die Idee aus seiner Zeit aus dem Seminar in Wolfratshausen-Waldram mit: „Schäftlarn braucht eine Kolpingsfamilie.“ Schnell waren begeisterte Mitstreiter gefunden.

Die bis heute der Kolpingsfamilie treu gebliebenen Gründungsmitglieder Ilse Graf, Friedrich Büttner, Horst Lutz, Georg Schwarz, Peter Mayer und die jetzige Vorsitzende Renate Schuh trafen sich mit dem zukünftigen Präses und vielen motivierten Jugendlichen am 16. November 1977 im Pfarrheim Ebenhausen, um die Vereinsgründung in die Wege zu leiten. Die Patenschaft für den neuen Verein übernahm die Kolpingsfamilie Höhenrain, auch ein zusätzlicher „geistiger Beistand“ wurde 1991 dazu gewonnen: Gemeindereferentin Barbara Mehlich. Die muss bei der Erinnerung lachen. „Zu diesem Zeitpunkt war ich noch gar kein Mitglied, aber das ist uns erst einige Jahre später bewusst geworden, als mich jemand nach meiner Mitgliedsnummer gefragt hat.“ Also unterschrieb die Bergerin postwendend einen Aufnahmeantrag und durfte sich dann ganz offiziell als Zugehörige der Kolpingsfamilie Schäftlarn betrachten.

„Begonnen haben wir mit 61 Mitgliedern, heute stehen wir bei 141“, sagt Renate Schuh, die den Kolpingsverein seit 2002 als Vorsitzende führt. Überhaupt ist die Vereinsführung „das reinste Familienunternehmen“, wirft Mehlich ein. Denn der allererste Vorsitzende war Schuhs Bruder Bernhard, ihm folgte Cousin Fritz Büttner, der dann wiederum den Stab an Renate Schuh weitergab.

Doch was macht eigentlich die Kolpingsfamilie aus? Hier müssen die beiden Frauen nicht lange überlegen. „Die Gemeinschaft, die sich überall hin auf der Welt erstreckt, das Generationsübergreifende, und dass jeder so sein darf, wie er ist“, sagt Schuh. Als äußeres Zeichen haben alle Kolpingsfamilien die gleiche Fahne, das stilisierte orangene „K“ auf schwarzem Grund. „Das ist nicht so wie beispielsweise bei den Schützen oder den Trachtenvereinen, wo jeder sein eigenes Symbol mit sich führt. Bei uns heißt es ,Eines für alle‘“, betont Mehlich.

Und noch etwas macht die christlich orientierte Vereinigung aus: „Glauben und Leben haben hier eine Verbindung“, sagt Mehlich. So beginnt beispielsweise jede Versammlung mit einem geistigen Wort, wie einem Bibelvers oder einem Lied. „Das hilft, sich zu sammeln, herunterzukommen, um so Kraft für die anstehenden Aufgaben zu schöpfen.“

Und die sind vielfältig: Organisation des Second-HandBasar, Café Kolping, Jugenddisco, Plätzchen backen, Kindergruppenstunden, Altkleider- und Altpapiersammlung, Familienwanderungen und -freizeiten, Wallfahrten, um nur ein paar zu nennen. Ein Höhepunkt der gemeinsamen Unternehmungen war die Rom-Reise zum 20. Jubiläum der Seligsprechung von Adolf Kolping 1991. Schuh: „Das war absolut unvergesslich.“

Erlöse werden an soziale Projekte weiter gegeben. „Das geht von einem Beitrag zur Orgelrenovierung in der Kirche St. Benedikt in Ebenhausen über den Hospizverein, akute Notfallhilfe bis hin zu einem Kolpingprojekt in Brasilien“, erläutert Mehlich. „Also einmal rund um den Globus.“

Die Jubiläumsfeier am Sonntag, 26. November, in St. Benedikt in Ebenhausen beginnt um 10.30 Uhr mit einem Gottesdienst mit Diözesanpräses Christoph Huber. An ein gemeinsames Mittagessen schließt sich ein Festakt mit Zaubershow, Tanz und Spiel an, Kaffee und Kuchen runden den Tag ab. „Wir freuen uns auf viele Besucher, um gemeinsam zu feiern.“

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