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Andreas Aigner, Leiter der Polizeiinspektion Grünwald

Sicherheitsbericht bei der Bürgerversammlung

Bisher noch kein Einbruch

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Schäftlarn - 95 Delikte verschiedenster Art hat es heuer in den ersten drei Quartalen in Schäftlarn gegeben.

Bei der Bürgerversammlung in Schäftlarn gab Andreas Aigner, Polizeihauptkommissar und Leiter der Polizeiinspektion in Grünwald (PI 32), Einblick in den Sicherheitsbericht. „Schwere Diebstähle sind zum Vorjahr von 14 auf sechs gesunken, dafür sind die Vermögensdelikte von 14 auf 16 gestiegen.“ Ebenso habe es mehr Sachbeschädigungen gegeben (22, Vorjahr 11). „Erinnern Sie sich, als im Sommer Zäune demoliert, Barken und Hauswände besprüht und Baugeräte beschädigt wurden? Das fällt hier mit rein“, sagte Aigner. Dafür sei die Zahl der Rauschgiftstraftaten von acht auf eine gesunken. Aigner sieht hierfür die vermehrten Kontrollen seitens der Polizei und „die mahnenden Worte des Jugendrichters“ als Grund. Körperverletzungen gebe es bisher fünf (2015: 13). „Die Schäftlarner reden wohl lieber, anstatt zuzuschlagen.“ Für die Tatsache, dass bisher keinerlei Einbrüche in der Gemeinde an die Polizeiinspektion gemeldet wurden, hatte ein Bürger eine Erklärung: „Das ist, weil die B11 gesperrt war. Da gibt's keinen schnellen Fluchtweg mehr.“ 

Erfreut zeigte sich Aigner auch bei der Unfallstatistik. Insgesamt seien 62 Unfälle aufgenommen worden. „Bemerkenswert ist, dass, obwohl die Radler den Klosterberg im Tiefflug hinunter sausen, es nur zu vier Unfällen mit Rädern gekommen ist. Und absolut toll ist, dass es keinen einzigen Schulwegunfall gegeben hat.“ In zwei Fällen wurden beteiligte Unfallfahrer positiv auf Alkohol getestet. „Der eine war ein Motorradfahrer und dem sind dann die Kurven am Klosterberg nicht bekommen. Da ist er eben geradeaus gefahren.“ Der andere war ein junger Fahranfänger, der die Lizenz abgeben musste. Auf die neuesten Tricks von Betrügern machte Aigner aufmerksam. „Bestehen Sie bei Handwerkern, die plötzlich vor Ihrer Türe stehen, auf Ausweise, und wenn er beispielsweise sagt, er komme von der Gemeinde, dann versichern Sie sich dort rück.“ 

Auf dem Vormarsch seien auch „Serviceanrufe“ von bekannten Unternehmen wie Microsoft. „Sie erzählen, dass der PC, der natürlich Windows als Betriebssystem verwendet, von einem Trojaner befallen wurde, aber man selbstverständlich über einen Link helfen könne.“ Öffne der Adressat diesen, gehe gar nichts mehr, stattdessen werde man aufgefordert, Geld zu überweisen, damit der Computer wieder freigegeben wird. Neu sei auch das sogenannte Call ID-Spooting. Der Angerufene sehe in seinem Display eine ihm bekannte Nummer. „Da steht dann zum Beispiel 089/110 und und der nette Mensch am anderen Ende bietet an, Geld und Wertgegenstände aufgrund einer zu erwartenden Gefahr sicher zu verwahren“, berichtete Aigner. „Wir haben zwar die 110 als Notrufnummer, würden aber nie unter dieser zurückrufen. Und die 089/110 gibt es gar nicht.“ Im Großen und Ganzen zeigte sich der Erste Polizeihauptkommissar zufrieden mit seiner Isartalgemeinde. „Und auch wenn mal ein Ausreißer in der Statistik ist: Schauen Sie was dahinter steckt“, betonte Aigner. „Ein gschmeidiger Nachbarschaftsstreit kann gleich mal eine Reihe von Straftaten beinhalten und treibt so die Zahlen in die Höhe.“sh

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