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Einen schweren Radlunfall stellen Retter und Statisten im Film nach. Im echten Leben gehört das zum Alltag der First Responder Stephan Jansen (r.) und Dido Lutz (l.)

Große Resonanz für Schäftlarner First Responder

Image-Film wird zum Facebook-Hit

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Ursprünglich sollte es ein Imagefilm über die First Responder Hohenschäftlarn werden. Doch seit der Bayerische Rundfunk den Streifen sendete und ins Internet stellte, wird er rund um die Uhr aufgerufen.

Schäftlarn Ursprünglich sollte es ein Imagefilm über die First Responder Hohenschäftlarn werden. Doch seitdem der Bayerische Rundfunk (BR) den Streifen sendete und ins Internet stellte, wird er rund um die Uhr aufgerufen. Allein über das soziale Netzwerk Facebook haben inzwischen über eine halbe Million User den Streifen gesehen und sich über die ehrenamtliche Arbeit der Schäftlarner informiert.

„Ich unterhielt mich mit einem Kollegen darüber“, berichtet Responderleiter und Regionaler Multimediachef Bayern bei der Deutschen Presseagentur (dpa), Stephan Jansen, wie es zu dem Filmdreh gekommen war. „Und der war so begeistert, dass er für uns einen Imagefilm drehen wollte.“ Der Schäftlarner schlug vor, doch auch den BR mit ins Boot zu holen – und traf dort mit der Idee ins Schwarze.

Am Ostersamstag wurde zusammen mit dem Roten Kreuz aus Wolfratshausen und der Polizei gedreht. „Wir haben einen Fahrradunfall nachgestellt.“ In dem vierminütigen Beitrag wird gezeigt, welchen Zeitvorsprung gerade im ländlichem Gebiet die Responder gegenüber dem Rettungswagen haben. „Wir können innerhalb von drei bis fünf Minuten am Unfallort sein“, rechnet der ausgebildete Rettungsassistent Jansen vor, „während der Krankenwagen oder der Notarzt erst aus zehn oder 15 Kilometer Entfernung kommt.“ Doch gerade bei einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall zählt jede Sekunde.

Der Hype in den sozialen Netzwerken blieb nicht unbeachtet: „Heute Abend bin ich zum Live-Interview in der Abendschau eingeladen“, sagt Jansen. Übrigens: Kaum waren die Szenen am „Unfallort“ im Kasten, wurden die First Responder zu einem echten Einsatz gerufen. Und zwar ausgerechnet ebenfalls zu einem Radlunfall.

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