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Unterschriftenübergabe: (v.l.)  Phillpp Federspieler, Bürgermeister Matthias Ruhdorfer, Wolfgang Herzog und  Alexander Wächter

Ortsumfahrung Schäftlarn

Initiative hat genügend Unterschriften für Bürgerbegehren

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Die „Initiative für Verkehrsentlastung Hohenschäftlarn bei Erhalt unserer Landschaft“ hat die nötigen Unterschriften für ein mögliches Bürgerbegehren zusammen. Vertreter der Initiative haben jetzt 1121 Unterschriften an Bürgermeister Matthias Ruhdorfer (CSU). übergeben.

Schäftlarn – Nötig waren mindestens 450 Unterschriften, das entspricht zehn Prozent der Wahlberechtigten, um ein Bürgerbegehren gegen die geplante Ortsumfahrung (Variante B) auf den Weg bringen zu können (wir berichteten).

Nun hat der Gemeinderat einen Monat Zeit das Begehren auf seine formale Zulässigkeit zu prüfen. „Wir rechnen mit finanziellen Verlusten, die nicht nur durch den Bürgerentscheid entstehen würden, sondern auch durch die Zeitverzögerung“, mahnte Ruhdorfer. Erste Planungsaufträge seien bereits vergeben, zudem könne man Untersuchungen zum Thema Umweltbelange zum Teil nicht mehr verwenden: „Der Zeitabstand wäre hier einfach zu groß.“

Die Initiative favorisiert eine Streckenführung über die bereits bestehende Milchstraße zuerst in Richtung Schorn und anschließend weiter in den Wald entlang der Gemeindegrenze zur B11. „Wir sind nicht gegen eine Umfahrung, denn die braucht Schäftlarn unbestritten“, betonte Wolfgang Herzog im Namen der Bürgerinitiative.

Im Juli hatte der Gemeinderat die Weiterverfolgung der Variante B beschlossen, die aufgrund ihrer geringsten Baulänge und niedrigsten Kosten seitens des Staatlichen Bauamts Freising die größten Chancen auf Umsetzung hat. „Wir haben nach Faktenlage entschieden“, bekräftigte Ruhdorfer. Er glaube nicht, dass die Umsetzung der BI-Trasse so einfach wäre. „Diese Variante hat nach unseren Unterlagen keine Chance.“ Und zwar nicht nur wegen der weit höheren Kosten, sondern auch aus Gründen des Naturschutzes. Die Versiegelung bei der längeren Umfahrung sei 50 Prozent bis 70 Prozent höher als bei der ins Auge gefassten B-Trasse. Philipp Federspieler von der Bürgerinitiative wollte das nicht so stehen lassen. „Es gibt immer eine Alternative. Und auch der Bannwald ist nicht unantastbar.“

Gleichzeitig moniert die BI, dass es mit Starnberg keine weiteren Gespräche gegeben hätte. Die Milchstraße, die die BI in ihre Planungen mit einbezogen hat, liegt zwar auf Schäftlarner Grund, aber Baulastträger ist die Nachbarstadt. „Starnberg hat sich aber gegen eine weitere Planung der Nordumfahrung ausgesprochen“, so Ruhdorfer.

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