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Auf dem rot markierten Gelände zwischen Starnberger Straße und Am Wagnerfeld könnte Platz für Feuerwehr und Bauhof sein.

Gu stellt Antrag für Areal neben dem TSV

Neue Idee für neue Feuerwehr-Heimat

Den Bau des neuen Gerätehauses für die Freiwillige Feuerwehr Hohenschäftlarn möchte die Gemeindeunion (GU) mit einem Antrag in der nächsten Sitzung des Gemeinderates anstoßen. Sie bringen das gemeindeeigene Areal zwischen Salzlager und TSV-Gelände ins Spiel.

SchäftlarnDa die Verhandlungen zwischen der Verwaltung und den Eigentümern eines Grundstücks am Kreisverkehr an der Starnberger Straße immer wieder ins Stocken geraten, will die GU-Fraktion nun die Planung auf einem gemeindeeigenen Areal gleich gegenüber vorantreiben. „Mir ist es schon langsam peinlich, der Feuerwehr gegenüber zu treten“, sagt Fraktionssprecherin Maria Kötzner-Schmidt. „Seit mittlerweile über zwei Jahren bemüht sich die Gemeinde vergeblich, einen Abschluss zu erreichen – jetzt muss einfach was passieren.“ Der Grund für den Misserfolg ist, wie Bürgermeister Matthias Ruhdorfer bereits auf der Jahreshauptversammlung der Wehr mitteilen musste, „die sich immer wieder ändernden Bedingungen der Eigentümer.“ Kötzner-Schmidt: „Mittlerweile habe ich die Hoffnung aufgegeben, dass hier in absehbarer Zeit etwas passiert.“

Dass ein Neubau jedoch dringend notwendig ist, steht außer Frage. Risse durchziehen die Wände, die Feuerwehrleute müssen sich auf kleinstem Raum neben bereits ausrückenden Fahrzeugen umziehen, Parkplätze für die Ehrenamtlichen sind Mangelware.

Soccer-Platz müsste verlegt werden

Nun will die GU ein gemeindeeigenes Grundstück zwischen Salzlager und TSV-Gelände erneut ins Spiel bringen. „Im Flächennutzungsplan ist es als Gemeindebedarfsfläche ,Bauhof’ gekennzeichnet“, erläutert Kötzner-Schmidt. In der Vergangenheit ist immer wieder angedacht worden, das Feuerwehrgerätehaus und den Bauhof gemeinsam zu planen, um so Synergien nutzen zu können. Doch beide Projekte zusammen brauchen Platz. „Die vorhandene, maximale Grundstücksfläche liegt bei 7300 Quadratmeter.“ Derzeit wird allerdings ein Teil des Areals als Soccer-Five-Platz genutzt. „Als er vor zwei Jahren eingerichtet wurde, haben wir vertraglich festgelegt, dass dies nur solange möglich ist, bis wir das Grundstück selber brauchen.“ Daher wäre gemeinsam mit dem TSV zu überlegen, wohin man das Spielfeld verlegen könnte, „das sich ja auch größter Beliebtheit erfreut und nicht einfach verschwinden soll“. Ebenso soll geprüft werden, ob man nicht durch Verlegung bereits bestehender Einrichtungen und Zufahrten die Grundstücksfläche maximieren könnte.

Feuerwehr glaubt, Platz könnte eng sein

Seitens der Feuerwehr wird dieser Vorschlag begrüßt. „Vor etwa vier Jahren hat der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München dieses Areal bereits begutachtet“, sagt Kommandant Daniel Buck auf Anfrage, der in der Hauptversammlung der Hohenschäftlarner Wehr selbst auch auf diesen bereits ursprünglich angedachten Standort hingewiesen hatte. Allerdings bezweifelt er, dass das Areal für beide Einrichtungen wirklich ausreichen wird: „Es gibt beispielsweise genaue Vorschriften, wie viele Parkplätze zur Verfügung stehen müssen. In unserem Fall sind es über 20 – und das räumt auch ganz schön.“

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