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Vereidigung der neuen Gemeinderäte in Schäftlarn. 

Konstituierende Sitzung 

Ruhdorfer zum Altbürgermeister ernannt

  • Sabine Hermsdorf-Hiss
    vonSabine Hermsdorf-Hiss
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Große Ehre für Schäftlarns Ex-Bürgermeister Matthias Ruhdorfer (CSU). Er darf sich künftig Altbürgermeister nennen. Außerdem wurden bei der konstituierenden Sitzung die beiden Stellvertreter von Bürgermeister Christian Fürst gewählt. 

Schäftlarn – Schäftlarn wird in Zukunft von drei Bürgermeistern vertreten. Christian Fürst (CSU) besetzt das Amt des Ersten Bürgermeisters, zum ersten Stellvertreter wählte das Gremium seinen ehemaligen Kontrahenten Marcel Tonnar (Grüne). „Ich werde Christian Fürst hundertprozentig zur Seite stehen“, bedankte sich dieser, betonte aber auch, dass er in seiner Amtszeit ein besonderes Augenmerk auf den Umweltschutz legen wird.

Krimi um die Wahl zur Dritten Bürgermeisterin

Als Dritte Bürgermeisterin bestätigt wurde Susanne Dichtl (CSU). Ihrer Wahl ging ein regelrechter Krimi voraus. Maria Kötzner-Schmidt (GU) schlug Parteikollegin und ebenfalls ehemalige Bewerberin im Wahlkampf 2020 für das Amt des Ersten Bürgermeisters, Christine Keller, vor. Max Urban (CSU) plädierte für Dichtl. Im ersten Wahldurchgang konnten beide Damen zehn Stimmen auf sich vereinen, ein Gemeinderatsmitglied kreuzte den Namen „Fabian Blomeyer (Grüne)“ an. In der darauf folgenden Stichwahl war dies das Zünglein an der Waage: Dichtl erhielt elf, Keller zehn von 21 abgegebenen Stimmen. 

Die Vereidigung Christian Fürsts zum Ersten Bürgermeister übernahm als Ältester im Rat Karl-Otto Saur (SPD). „Viele haben die irrige Ansicht, dass die Ehe länger hält, wenn sie der Bürgermeister traut“, so Saur nach der Eidesformel unter dem Gelächter der Kollegen. Er nahm die Trauung als Metapher für das Verhältnis zwischen Bürger und Bürgermeister. „Der Standesbeamte darf zwei Sätze immer wieder sagen: In guten wie in schlechten Tagen – das trifft derzeit zu“, sagte Saur. „Und: Sie dürfen die Braut jetzt küssen.“ Saur lacht. „Das ist jetzt nicht wörtlich zu nehmen.“ Er sieht diesen Kuss im übertragenen Sinne als Zeichen für ein liebevolles Verhältnis, zwischen Bürger und Gemeindeoberhaupt, „egal wie verschieden die Interessen auch sein mögen.“

Fürst soll bald auch Paare trauen dürfen

An die Worte Saurs wird sich Fürst in Zukunft noch oft erinnern können. Das Gremium stimmte zu, dass Fürst nach dem Besuch eines entsprechenden Lehrgangs zum „Trauungsstandesbeamten“ bestellt wird. Und noch eine Neuerung beschloss der Gemeinderat: Der ehemalige Bürgermeister Matthias Ruhdorfer (CSU) darf von nun an den Titel „Altbürgermeister“ verwenden. Fürst würdigte die Erfolge seines Vorgängers in dessen 18-jähriger Amtszeit. „Das ging vom Ausbau der Kinderbetreuung über den kommunalen Wohnungsbau bis zur Renaturierung von Gewässern“, so Fürst. „Du hast unsere Gemeinde geprägt und warst immer für sie da.“  

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