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„Wir müssen umdenken“: Schäftlarn schmiedet Masterplan für Energiewende

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Von: Sabine Hermsdorf-Hiss

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Die Gemeinde Schäftlarn prüft alle Möglichkeiten, wie sie Energie sparen und umweltfreundlich erzeugen kann.
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Vom Einzelnen bis hin zum Unternehmen: Die Gemeinde Schäftlarn prüft alle Möglichkeiten, wie sie Energie sparen und umweltfreundlich erzeugen kann. 

Schäftlarn – Um einen Wegweiser zu erhalten, wie die Gemeinde ihre Klimaschutzziele am besten erreichen kann, beteiligt sich auch Schäftlarn am „Umsetzungprogramm ++“ des Landkreises und der Energieagentur Ebersberg-München. Hauptsächlich sollen dabei Potenziale für Energieeinsparungen und für den Ausbau von erneuerbaren Energien für die Bereiche Strom und Wärme aufgedeckt werden.

Freiflächen-PV-Anlagen auf zwei Flächen denkbar

Bei den Fachgesprächen ergab sich für Schäftlarn ein Maßnahmenkatalog, der nicht nur auf Möglichkeiten der Gemeinde, sondern auch die jedes des Einzelnen, egal ob Bürger oder Unternehmer, hinwies. Dazu gehören Freiflächen-PV-Anlagen beispielsweise entlang von Autobahnen oder Schienenwegen, oder die Nutzung von bislang nicht bewirtschafteten Arealen. Östlich von Neufahrn und nordöstlich von Hohenschäftlarn gäbe es zwei 22 Hektar beziehungsweise 18,4 Hektar große Gebiete, bei denen es sich lohnen würde, sie einmal genauer anzuschauen.

Zudem sollten Eigentümer von Dachanlagen prüfen, ob sie diese nicht für Solaranlagen nutzen könnten. Die Prüfung und Entwicklung von Geothermie und den Ausbau von (Nah-)Wärmenetzen sollte man ebenso wenig aus dem Auge verlieren wie eine klimagerechte Bauleitplanung.

Eigene Mitarbeiter auch mit Prämien motivieren

Die eigenen Mitarbeiter zum Energiesparen zu motivieren, soll mit einem Antrag der CSU erreicht werden. Die Fraktion schlug im Umwelt- und Mobilitätsausschuss vor, dass alle Einrichtungen und Beschäftigte aufgefordert sind, Vorschläge zum Energiesparen einzureichen und und auch gleich umzusetzen. Für nachgewiesene und dauerhafte Einsparungen winkt eine Innovationsprämie von 50 Prozent der eingesparten Kosten bis zu einer bestimmten Obergrenze. So soll das Verhalten geändert und auf die Problematik sensibilisiert werden. „Wir müssen umdenken“, so Bürgermeister Christian Fürst (CSU). „Zu diesem Umdenken gehören auch das Stadtradeln oder der Klimathon im Oktober.“

Der Ausschuss beschloss, konkrete Vorgehensweisen bezüglich der Nachweise und der finanziellen Einsparungen zu erarbeiten. Das Ergebnis soll im Herbst zur Beschlussfassung vorgelegt werden.  

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