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Eine Elsbeere, die mal 25 Meter hoch werden wird. Vor zwei Jahren wurde sie vom Isartalverein gesetzt. Hier Vorsitzender Erich Rühmer (r.), der eng mit dem zuständigen Förster Robert Nörr zusammenarbeitet. 

Vorbildliche Waldbewirtschaftung: Isartalverein erhält Staatspreis

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Seit Jahrzehnten kümmert sich der Isartalverein um den Erhalt des Isartals und insbesondere seiner Wälder. Für sein herausragendes Engagement hat der Verein jetzt vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten den Staatspreis für vorbildliche Waldbewirtschaftung erhalten.

Isartal– Seit 1902 gibt es den Isartalverein, der heute über 2000 Mitglieder hat seit 2003 von Erich Rühmer geleitet wird. Jetzt ist der Verein vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ausgezeichnet worden mit dem „Staatspreis für vorbildliche Waldbewirtschaftung“.

Wenn man den umtriebigen Erich Rühmer antrifft in seiner Heimatgemeinde Schäftlarn, dann ist er meist auf dem Sprung. Zu irgendeinem Termin. Mal mit dem Radl, mal auch im Auto. Sehr oft im Zusammenhang mit dem Isartalverein. Er selbst sagt, das Ehrenamt komme praktisch einem Fulltimejob gleich, der ihn geschätzte 40 Stunden pro Woche in Anspruch nimmt.

144 Hektar Grundbesitz

Ins Leben gerufen wurde der Verein von Gabriel von Seidl, Ziel war von Anfang an, die „Schönheiten des Isartals“ zu bewahren. Was freilich am besten gelingt, wenn einem ein Teil dieses Isartals selbst gehört – weshalb der Verein stets danach strebt, den eigenen Grundbesitz zu vergrößern. 144 Hektar, davon gut 70 Hektar Wald, gehören ihm mittlerweile, allein 55 Hektar davon wurden unter Erich Rühmer angekauft. Die größte zusammenhängende dieser Flächen liegt in Bad Tölz, im Landkreis München besitzt der Verein, der die von ihm erhaltene schöne Natur teils auch dem Menschen zugänglich machen will, zehn Hektar in Grünwald, zwei Areale in Baierbrunn am Isarhang und zwei Grundstücke in Schäftlarn.

Wie aufwendig es in Zeiten des Klimawandels ist, Wald nachhaltig und vielfältig zu bewirtschaften: Das wird einem am deutlichsten klar, wenn man sich mit Rühmer und dem hier zuständigen Förster Robert Nörr auf einer der Vereins-Flächen trifft – in dem Fall am Ullrichsberg unweit des Ickinger Gymnasiums. Das Bergerl und seine Ausläufer nehmen zusammen 1,3 Hektar ein, die Prinz Heinrich von Bayern, kurz bevor er dann im ersten Weltkrieg fiel, dem damals noch sehr jungen Isartalverein überschrieben hatte. Damals war, weiß Erich Rühmer, das schöne Fleckchen Erde so gut wie kahl, heute ist es großenteils schön zugewachsen.

Robuste heimische Gehölze

2017 hat der Isartalverein, als er hier manche Pflanzlücken schloss, auf robuste heimische Gehölze wie Elsbeere und Speierling zurückgegriffen. 170 Bäumchen wurden insgesamt gesetzt, behutsam eingehegt und im trockenen Sommer regelmäßig „händisch“ gegossen. „Das war die eigentliche Arbeit.“

Gleichzeitig musste eine Buche gefällt werden, die morsch war und zu nah am Aufenthaltsbereich von Menschen stand; ebenso hat man eine Buche wie eine Esche entnommen, die wiederum einer Eiche zu sehr auf den Pelz gerückt waren. Und Eichen, erklärte Nörr, sind einfach die Bäume, in denen am meisten Insekten leben. Wenn es geht, lässt man in solchen Fällen wenigstens das Totholz liegen, das ebenfalls Lebensraum ist für, so Rühmer, „Milliarden von Insekten und Pilzen“.

Ansonsten wurde in den vergangenen zwei, drei Jahren auch in der Ascholdinger Au ordentlich aufgeforstet, und die nächsten Pflanzaktionen schon fest. In Baierbrunn werden noch einmal Setzlinge zusammen mit den Kindern der Grundschule im Boden versenkt, und in Dorfen bei Icking, werden 1000 Bäumchen zusammen mit der Umweltorganisation „Plant for the Planet“ gepflanzt.

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