Abtei stellt Antrag

Tagesklinik im Kloster geplant

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Die Benediktinerabtei Schäftlarn will auf dem Klostergelände eine psychiatrisch-psychotherapeutische Tagesklinik einrichten. In Zusammenarbeit mit dem „Zentrum Isartal“ sollen hier vorerst zehn Plätze für Patienten angeboten werden.

SchäftlarnDie Mitglieder des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses stimmten dem Antrag der Benediktinerabtei zu zur Erweiterung des Gebäudes mit der Hausnummer 8C. Träger der Einrichtung ist die „Zentrum Isartal“. In deren Zuständigkeit fällt auch die benachbarte Praxis und eine Beratungsgesellschaft. „Wir benötigen zu den vorhandenen noch zwei zusätzliche Räume, um ein wirklich ansprechendes Angebot für unsere Patienten machen zu können“, erklärt Professor Dr. Frank-Gerald Pajonk, Leiter und Gründer der Praxis Isartal im benachbarten Haus Nummer 8. Durch den Auszug der bisherigen Mieter ist eine Neunutzung möglich geworden.

„Das Gebäude selbst war früher der Schweinestall des Klosters“, berichtet Stefan Rührgartner, Verwaltungsleiter des Kloster Schäftlarn, aus der Geschichte des in den 80er Jahren erbauten Hauses. „Als die Landwirtschaft unter Pater Wolfgang Anfang der 90er aufgelöst wurde, bot man einer Gruppe Künstlern an, hier zu wohnen.“ Die jungen Leute sagten zu und richteten sich wohnlich ein. „Nun ist es wieder frei geworden.“

Der geplante Erweiterungsbau über Erdgeschoss und Obergeschoss umfasst eine Grundfläche von 27 Quadratmeter. Ursprünglich war das Haus Nummer 18 als Tagesklinik vorgesehen. Der Plan, das seit langem leer stehende und denkmalgeschützte Anwesen wieder zu renovieren und einer neuen Bestimmung zuzuführen, „ist noch immer aktuell“, so Rührgartner. Das 1630 erbaute Richterhaus, das später als Pfarrhof genutzt wurde, liegt oberhalb der Benediktinerabtei und gilt als das älteste Gebäude. Um das denkmalgeschützte Haus allerdings wieder nutzen zu können, sind umfangreiche Arbeiten notwendig. „Der Umbau wird also viel zeitaufwendiger als zuvor gedacht“, bedauert Pajonk „Also eröffnen wir die Tagesklinik in einem ersten Schritt in Haus Nummer 8C.“ Sollte alles klappen und das ehemalige Richterhaus zur Verfügung stehen, „könnten wir mit einem Umzug dorthin die Zahl der Behandlungsplätze von aktuell 10 auf 25 erhöhen.“

Rubriklistenbild: © Hermsdorf-Hiss/Archiv

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