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Eng verbunden mit ihren Tieren ist Daniela Prestele. 

Schäftlarner Paar kümmert sich um Pferde, Ziegen und Katzen

Tierretter suchen ein neues Zuhause

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Schäftlarn - Seit Jahren kümmern sich Daniela Prestele (39) und Peter Bierl (43) aus Hohenschäftlarn um Tiere, die keiner mehr will oder ohne Hilfe schon längst gestorben wären. Inzwischen leben sie mit zehn Katzen unter einem Dach und kümmern sich voller Hingabe um Ziegen und Pferde. Nun suchen sie dringend eine neue „Villa Kunterbunt“.

„Kaufe Kutsche, bekomme Pferd, biete Kutsche , bekomme Ziegen“: So könnte man in Kurzform beschreiben, wie sich Daniela Prestele und Peter Bierl vor drei Jahren plötzlich als Besitzer einer Ziegenherde wiederfanden. „Peter und ich bekamen die Gelegenheit, den heute 23-jährigen Trapsy zu übernehmen, ein Pferd, dass mit acht Jahren in einen Reitstall kam“, erzählt sie. „Allerdings konnte er nicht einfach so gekauft werden, sondern war vielmehr die Dreingabe zu einer Kutsche.“ Bierl und Prestele schlugen dennoch ein und konnten kurz danach Trapsy zu ihren anderen drei eigenen und zwei Pflegepferden stellen. Und dann kam die Sache mit den Ziegen. Die 39-Jährige hatte schon länger Kontakt zu einem Bauern, der eine Herde hielt. „Eine besondere Beziehung zu den Tieren entstand, als Ziege ,Mausi’ Nachwuchs bekommen sollte“, erinnert sich Bierl (43). „Doch eines blieb bei der Geburt stecken, ein anderes starb im Mutterleib.“ Prestele und Bierl pflegten das immer zutraulicher werdende Tier. „Als Mausi später zwei Zicklein warf – Theresa und Seppi – hat Dani sie dem Bauern gleich abgeschwatzt.“ Wenig später wollte der Besitzer seine Ziegenzucht aufgeben. Was das für die Tiere bedeutet hätte, war klar. „Plötzlich hat sich herausgestellt, dass der Landwirt an unserer Kutsche interessiert war. Also haben wir diese gegen 18 Ziegen eingetauscht.“ Prestele lacht. „Geplant war das nicht.“ 

Mittlerweile leben alle Tiere friedlich unter der Obhut ihrer Menschen auf einer schönen Weide mit Stall und erfreuen alle Vorbeikommenden. Apropos geplant: Das waren die 10 Katzen auch nicht, die derzeit bei den Schäftlarnern ein Zuhause gefunden haben. Bis auf eine stammen alle aus Griechenland, wurden dort völlig verwahrlost und halb verhungert aufgefunden. Den Anfang machte Peppels, die, kaum gerettet, wegen einer Allergie ihres Frauchens einen neuen Platz suchte. Der einäugige Meltemi folgte und sorgte so indirekt für den Kontakt zur Organisation „PAWS – Paros Animal Welfare Society und Paroshunde“, die sich auf der Insel Paros um die Streuner und ihre Kastration kümmern. Und schon gab es einen weiteren Ableger: Paroskatzen e.V.. „Zusammen mit ihrer Freundin Astrid vermittelt Dani Tiere und sammelt Spenden, um die Kastrationsarbeit vor Ort zu unterstützen“, erzählt ihr Lebensgefährte.

Das Umfeld des Paares reagiert im allgemeinen positiv. „Klar, viele schütteln den Kopf, da wir beide mehr oder weniger nur für unsere Tiere arbeiten“, sagt Bierl. „Aber kann einem ein Porsche vor der Türe soviel zurückgeben wie uns unsere Tiere?“ Natürlich taucht auch immer wieder die Frage auf, warum sich die beiden Schäftlarner statt um Tiere nicht um Menschen, insbesondere um Kinder, kümmern würden. Prestele antwortet hier mit einer Gegenfrage. „Klar, und was tust Du?“ Die Antworten fallen denn meist zurückhaltend aus. Dabei engagieren sich die beiden neben den Tieren auch im Plan-Kinderhilfswerk. Hier haben sie eine Patenschaft übernommen und bringen sich in Schäftlarn im Helferkreis Asyl ein. Jetzt allerdings sind sie auf der Suche nach einem neuen Zuhause. „Es muss nicht groß oder luxuriös, sollte aber, wenn möglich in Hohenschäftlarn sein“, beschreibt Bierl. „Wichtig ist auch, dass es nicht an einer verkehrsreichen Straße liegt, und wenn die Nachbarn ebenso nett sind wie hier, wäre das für uns das Höchste.“ 

Kontakt

 

Wer dem Paar helfen möchte, kann Kontakt aufnehmen unter www.ziegenstadl.com


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