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Vor Tatkraft gestrotzt hat Reinhold „Ede“ Stach – jetzt erlag der Schäftlarner einem Krebsleiden.

Nachruf

Die große Liebe führte Reinhold Stach nach Schäftlarn

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Schäftlarn - Er war ein Mensch, der sich sein Lebtag um andere gekümmert hat: Reinhold „Ede“ Stach aus Schäftlarn, der vergangenen Sonntag seiner Krebserkrankung erlag.

Stach wurde 1936 in Paderborn geboren. Nach abgeschlossener Maschinenschlosser-Lehre trat er in die neu gegründete Bundeswehr ein. „Stationiert war er auf Sylt“, weiß Claus Obalski, ein guter Freund der Familie. „Die Insel selbst ließ ihn zeitlebens nicht mehr los, er kehrte bis zum vergangenem Jahr immer wieder als Urlauber zurück.“ Stach absolvierte eine Fliegerausbildung, wurde Fluglehrer und Fallschirmspringer-Ausbilder, arbeitete als Gutachter beim Bundesluftfahrtamt. Zudem nahm er mit großem Erfolg an Fallschirmsportwettkämpfen teil. Nach seiner 15-jährigen Bundeswehrzeit gründete Stach eine große Fahrschule in Saarlouis.

Durch einen Zufall oder eher die große Liebe verschlug es ihn in die Isartalgemeinde: Stach half seiner Schwester beim Umzug – und lernte deren Nachbarin Beate von Niedner kennen und lieben. Er unterstützte sie bei der Pflege ihrer Eltern und wurde in diesem Zuge auf Missstände in Pflegeeinrichtungen aufmerksam, versuchte von nun an mit aller Kraft Verbesserungen durchzusetzen. Er wurde Heim- und Fürsprecher in den Altenheimen in Oberau, ebenso wie im ASB-Heim Wolfratshausen.

Auch war er jahrelang in der Vorstandschaft des VdK Schäftlarn als Beauftragter speziell für Schwerbehinderte tätig. „Aber nicht nur dafür“, sagt der ehemalige VdK-Vorsitzende Erich Fisch. „Wenn Not am Mann war, genügte ein Anruf und er war da. Auf den Ede konnte man sich immer verlassen.“

Diese Tatkraft unterstreicht auch die Dritte Bürgermeisterin der Gemeinde Schäftlarn, Susanne Dichtl, wo Stach ab 2012 als Seniorenbeauftragter fungierte. „Er setzte sich immer für andere ein, hielt regelmäßig Sprechstunden hier im Rathaus ab. Sein Vorgehen war immer von großem Engagement und Einfühlsamkeit geprägt. Für uns alle ist sein Tod ein großer Verlust.“

Fisch erinnert sich auch gerne an Stachs unverwüstlichen Humor, den er in keiner Situation jemals verlor. „Und natürlich habe ich ihn auch immer a bisserl auf die Schippe genommen“, erzählt er. „Wenn beispielsweise jemand ein Gedicht in Mundart vorgetragen hat, hat er einen Dolmetscher gebraucht. Mei, Ede, hab´ ich dann gesagt, a Bayer bist aber noch nicht.“

Der Gottesdienst mit Beerdigung findet am Donnerstag, 18. August, um 14 Uhr in Hohenschäftlarn statt. Statt Blumen bittet die Familie um eine Spende an die Christina Bergmann Stiftung für Krebsforschung.

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