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Ein Blick in die Innereien der Schrottlaube am Klosterberg: Hier türmt sich der Abfall bis auf Sitzhöhe.

Umweltsünde

Schrottlaube am Klosterberg: Bald wird abgeschleppt

Nein, eine Schönheit am Wegesrand ist sie nicht, die Schrottlaube, die seit ein paar Monaten auf einer Kiesfläche am Klosterberg steht: Die Fenster eingeschlagen, statt auf Reifen ruht das eingedellte Vehikel auf einem Koffer, die Motorhaube ist aufgerissen.

Schäftlarn – Hier wurde alles, was irgendwie noch Wert zu haben schien, im Laufe der Zeit entfernt. Auch ein Blick in das Wageninnere hinterlässt keinen guten Eindruck. Auf den Sitzen stapeln sich abgefahrene Reifen, alte Pizzaschachteln, leere Flaschen und Dosen. Das nächste, das ins Auge fällt, ist ein leuchtend orangefarbener Aufkleber des Landratsamtes München, Sachgebiet Verkehrsrecht am Heck des Golfs. Mit diesem wird durch die Grünwalder Polizeiinspektion der „Verfügungsberechtigte des verbotswidrig abgestellten Fahrzeugs aufgefordert, diese unverzüglich zu entfernen.“ „Das Abstellen eines nicht betriebsbereiten Fahrzeugs auf öffentlichem Grund stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße mit bis zu 5000 Euro geahndet werden kann“, wird von Seiten des Landratsamtes bestätigt. Kommt man der Aufforderung nicht innerhalb eines Monats nach, schnellt das Bußgeld in ungeahnte Höhen. „Das Fahrzeug gilt nach dieser Zeit als Abfall. Wer aber Abfall zum Zwecke der Beseitigung außerhalb einer dafür zugelassenen Anlage ablagert, muss mit einer Strafe von bis zu 100 000 Euro rechnen.“ Doch wie findet man eigentlich den Besitzer? „Ist dieser nicht anderweitig ermittelbar, wird von der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde eine Abschleppfirma mit der Entfernung des Fahrzeugs beauftragt“, erklärt die Sprecherin des Landratsamtes das weitere Vorgehen. „Die Abschleppfirma ermittelt dann die Fahrzeugidentnummer, über die die zuständige Kreisverwaltungsbehörde den letzten Halter feststellen kann.“

Die Wahrscheinlichkeit, Erfolg zu haben, ist „sehr hoch“. Die Schäftlarner Rostlaube steht zwar nicht auf einer öffentlich gewidmeten Fläche, aber auch das schützt vor Strafe nicht. „Wir versuchen natürlich auch hier, den Halter ausfindig zu machen und fordern ihn zur Entfernung des Fahrzeuges auf.“ Klappt das nicht, wird im Prinzip wie im ersten Fall gehandelt: Abschleppauftrag durch das Landratsamt, Ermittlung der Fahrzeugidentitätsnummer und somit des Halters, den dann das Bußgeld und die Übernahme der Beseitigungskosten erwarten. „Der Grundstückseigentümer wird in der Regel nicht herangezogen, es sei denn, er ist mit dem Halter des Kfz identisch.“

Übrigens: Die Tage des vermüllten Golfs sind gezählt. „Ein entsprechender Auftrag zur Entsorgung ist bereits raus gegangen.“

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