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Geehrt für langjährige Treue zur Freiwilligen Feuerwehr Hohenschäftlarn: Matthias Buck (für 30 Jahre Mitgliedschaft), Markus Steigenberger (30 Jahre Mitgliedschaft), mit dem 1. Vorstand und Hauptfeuerwehrmann Martin Doll, Daniel Buck (30 Jahre Mitgliedschaft), Wolfgang Clouba (30 Jahre Mitgliedschaft), Ruhdorfer, vorne: Tina Edelmann (10 Jahre Mitgliedschaft) und Andreas Gollasch (10 Jahre Mitgliedschaft).

So viele Einsätze wie noch nie: Rekordjahr bei der Feuerwehr Hohenschäftlarn

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Ein Rückblick auf 333 Einsätze - und ein Ausblick auf ein neues Fahrzeug: Das bewegte die Feuerwehr Hohenschäftlarn bei ihrer Jahreshauptversammlung.

Schäftlarn – Für die Feuerwehr Hohenschäftlarn war 2018 ein Rekordjahr. 333 Mal mussten die 71 Freiwilligen ausrücken, um ihren Mitbürgern Hilfe in Notfällen zu leisten. „So viele Einsätze hatten wir noch nie“, resümierte der Erste Kommandant Daniel Buck auf der Jahreshauptversammlung der Hohenschäftlarner Wehr.

Befördert: (v.li.) Hauptfeuerwehrmann Korbinian Narr, 2. Kommandant Matthias Buck, Hauptlöschmeister Andreas Gollasch, Oberfeuerwehrmann Florian Lohse, Feuerwehrfrau Dido Lutz, Feuerwehrmann Andreas Norbach, Hauptfeuerwehrmann Christoph Auer, 1. Kommandant Daniel Buck, Feuerwehrfrau Lucia Berger, mit Bürgermeister Matthias Ruhdorfer; vorne: Oberlöschmeister Daniel Hinss,Feuerwehrfrau Josefine Arnold.

254 Einsätze entfielen dabei auf die First Responder. „Eine extrem hohe Zahl, vor allem, wenn man bedenkt, dass wir wegen einer Reparatur am Auto vier Wochen lang nicht einsatzbereit sein konnten“, gab Buck zu Bedenken. Doch die Zahl der Alarmierungen zeige auch, wie wichtig diese Einheit für die Bürger sei: „Dafür kann man nur Danke sagen“, lobte Kreisbrandmeister Eric Beyer im Namen der Inspektion.

Sorgenkind A 95

Die A 95 war, wie auch in den Jahren zuvor, das Sorgenkind der Hohenschäftlarner Wehr. 30 Mal wurden die Einsatzkräfte mit Ziel „Autobahn“ alarmiert. „Zwischenzeitlich so gehäuft, dass wir alle vier bis fünf Tage hierher ausrücken mussten“, so Buck. Die Verbindung zwischen Garmisch-Partenkirchen und München gilt als Hochgeschwindigkeitsstrecke – „dementsprechend schwer sind die Unfälle“.

Eine Herausforderung für die Wehr war der Brand einer Reithalle im Juli in Icking mit zwei Toten. „Wir hatten zuerst die Vorderseite des Gebäudes übernommen, dann das Wirtschaftsgebäude mit seinen vielen verwinkelten Räumen“, erinnerte sich Buck. Zudem mussten die Wohnwägen einer dort untergekommenen Zirkusfamilie nach dort Schlafenden durchsucht werden. „Und dann waren da noch rund 500 Meter Schlauchstrecke, die es zu verlegen galt.“

Wespennester: „Davon lassen wir die Finger“

Laut Buck riefen im abgelaufenen Jahr überdurchschnittlich viele Bürger an, um die Feuerwehr um Hilfe wegen Wespennestern zu bitten. „Wir haben sie an das Landratsamt verwiesen“, sagte der Erste Kommandant im Hinblick auf den besonderen Schutz, den die Tiere genießen. „Davon lassen wir die Finger.“

Im Frühjahr kommt der neue Versorgungs-Lkw

Im Frühjahr erhalten die Hohenschäftlarner voraussichtlich ihren neuen Versorgungs-Lkw. „Derzeit befindet er sich im Aufbau, zeitgleich werden die Rollcontainer zur Beladung fertig gestellt“, berichtet Buck. Ebenso wie Bürgermeister Matthias Ruhdorfer rechnet er mit der Ankunft des Einsatzfahrzeugs in der Isartalgemeinde im März oder April.

Bald gibt es die Vorentwürfe fürs neue Gerätehaus

Und das neue Feuerwehrgerätehaus? Auch hier ist alles am Laufen. „Die Vorentwürfe werden uns in den nächsten vier bis sechs Wochen vorliegen“, sagt Ruhdorfer über den aktuellen Planungsstand. Das Gemeindeoberhaupt rechnet im Frühsommer mit dem Beginn der Ausschreibungen. „Aber es wird schwierig werden, für die einzelnen Gewerke Firmen zu finden“, gab er aber zu bedenken. „Der Markt ist eng geworden, was eine rasante Preissteigerung bedeuten kann.“ Dennoch gab sich Ruhdorfer optimistisch: „Wir werden alles tun, um die Kosten im Griff zu behalten. Wir schaffen das.“

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