EU-Staaten fassen Beschluss für Verteidigungsunion

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Die Bauarbeiten liegen im Zeitplan.

Baustelle bis 12. September

Bus statt Bahn bei Ebenhausen-Schäftlarn

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Schäftlarn - Seit dem Wochenende ist der Bahnverkehr zwischen Wolfratshausen und Ebenhausen-Schäftlarn eingeschränkt, die Fahrgäste sind auf den Schienenersatzverkehr angewiesen. Was passiert eigentlich auf diesem Streckenabschnitt? Ein Baustellenbesuch.

Lautes Hupen ertönt. Es ist das Zeichen für den LKW, dass er jetzt losfahren kann. Auf seiner Ladefläche liegt der Schotter, den ein Bagger eben aus dem ehemaligen Gleisbett herausgeholt hat. „Der muss entsorgt beziehungsweise recycelt werden“, sagt Bernd Honerkamp. Der Schotter hat es nämlich in sich. Da sind zum einen die Betriebsstoffe, die die S-Bahn verliert; und Unkrautvernichtungsmittel.

Neue Betonschwellen

Es wird momentan also allerhand Erdreich zwischen Icking und Ebenhausen bewegt. Noch bis zum 12. September erneuert die Bahn auf 2,5 Kilometern die Gleise. „Teilweise sind diese bereits über 25 Jahre alt“, erklärt Projektleiter Wolfgang Höß von der DB Netz AG. „Die Stahlschwellen können sogar auf gute 100 Jahre Bahnbetrieb zurückblicken. „Sie werden nun durch Betonschwellen ersetzt.“

Die Zahlen allein sind beeindruckend: Verbaut werden zwischen Icking und Ebenhausen etwa 5100 Meter Schienen. 6900 Tonnen Schotter – sowie 6100 Tonnen einer Tragschicht unter dem Schotter – werden ausgetauscht. 3860 Schwellen werden ersetzt. Die Kosten liegen bei 1,7 Millionen Euro.

Neue Oberleitung bei Ebenhausen

Doch nicht nur das: „Die Sperrung wird auch gleich für weitere anstehende Baumaßnahmen genutzt“, erklärt Höß weiter. Eine dieser Baustellen ist die Eisenbahnbrücke kurz vor Icking. „Hier werden Abdichtungsmaßnahmen durchgeführt.“ Ferner werden an der kürzlich errichteten Brücke an der Alpenblickstraße in Ebenhausen die Oberleitungen neu gespannt.

Die Fahrgäste sind während der Bauphase auf den Schienenersatzverkehr (SEV) angewiesen. „Tagsüber pendelt dieser zwischen Wolfratshausen und Ebenhausen“, erklärt Honerkamp. „Allerdings fahren sie 20 Minuten früher los als die ausgefallenen Züge, da Ein-, Aus- und Umsteigezeiten berücksichtigt werden müssen.“

Fahrgäste müssen mehr Zeit einplanen

Von 23.45 Uhr bis Betriebsschluss müssen sogar 40 Minuten mehr eingerechnet werden. Honerkamp: „In dieser Zeit fahren sie bis Baierbrunn.“ Allerdings mit einem ziemlichem Umweg, nämlich über Hohenschäftlarn, das Kloster Schäfltarn, Straßlach, Grünwald, Höllriegelskreuth – und wieder zurück nach Baierbrunn. Der ursprüngliche Plan sei es gewesen, die Busse durch die wegen Sanierungs- und Umbauarbeiten gesperrte Ortsdurchfahrt Hohenschäftlarn fahren zu lassen. Aber: „Die Straße war so buckelig, dass die Busse aufsetzten“, erklärt der Pressesprecher. So entwickelte die Bahn Plan B.

Die Strecke Ebenhausen-Baierbrunn kommt 2018 dran

Laut Honerkamp liegen die Arbeiten gut im Zeitplan. Und das, obwohl keine Großbaumaschinen zum Einsatz kommen, die in der Lage sind, mehrere Arbeitsschritte auszuführen, eingesetzt werden. „Dazu bräuchten wir ein zweites Gleis.“ Und das ist bekanntlich in diesem Bereich nicht vorhanden. Ein Pluspunkt ist natürlich, wie bei jeder Baustelle, das gute Wetter, wie Bauleiter Erik Roncevic bestätigt. Von der schönen Aussicht auf die Alpen gar nicht zu reden. Den Ausblick auf die Zugspitze werden die Arbeiter bald wieder genießen. Die Bahn plant für Pfingsten 2018 die Erneuerung der Strecke Ebenhausen-Baierbrunn.

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