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Richtig viele Kinder beobachten das Übungsszenario beim Tag der offenen Tür der Feuerwehr Hohenschäftlarn. Und, als Zweiter Kommandant Matthias Buck nach der Telefonnummer der Feuerwehr fragt, schallt ihm die „112“ aus 30 Kinderkehlen entgegen.
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Hilfe, es brennt. Auch die Kleinsten dürfen sich als Feuerwehrmänner ausprobieren.
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Feuerwehr Hohenschäftlarn

Echte Begeisterung

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Firetrainer, Infostand der Polizei Grünwald, Spritzwand und Kasperltheater zum aktuellem Thema „Rettungsgasse“: Der Tag der offenen Türe der Freiwilligen Feuerwehr Hohenschäftlarn bot wieder jede Menge Attraktionen für Jung und Alt.

Hohenschäftlarn Absoluter Höhepunkt war die Übung an einem leer stehenden Gebäude gleich neben dem Gerätehaus – mit Feuer, Kunstrauch, Pyrotechnik-Effekten und geschminkten Statisten.

„Das Haus soll in Kürze abgerissen werden“, berichtet Löschmeister Daniel Hinß, der die Vorführung maßgeblich mit organisiert hat. „So lange dürfen wir es zu Übungszwecken nutzen.“ Einzige Bedingung: „Es darf nichts ankohlen. Denn sonst gilt das als Sondermüll und muss aufwendig entsorgt werden.“

Doch ganz auf „echtes“ Feuer wollten die Kameraden der Wehr dann doch nicht verzichten: „Eine Ecke auf der Terrasse wurde so präpariert, dass nichts zu Schaden kommen kann.“ Langsam wird es ernst, die Schauspieler nehmen ihre Position ein, die Zuschauer, unter ihnen Bürgermeister Matthias Ruhdorfer, finden sich hinter der Absperrung ein. „Hilfe! Hier brennt es!“ schreit Zweiter Kommandant Matthias Buck, der einen Familienvater mimt, vom Balkon aus. „Ruft die Feuerwehr!“ „Feuerwehr!“ schallt es aus 20, 30 Kinderkehlen zurück. Buck stutzt kurz. „Ich meine anrufen Wisst ihr denn alle die Nummer?“ nutzt er den Lerneffekt der Stunde. „112!“, schalt es zurück. Sein Bruder, Erster Kommandant Daniel Buck zeigt sich zufrieden: „Das ist ganz wichtig, gut gemacht!“

Inzwischen sind die Feuerwehrfrauen und -männer vor Ort eingetroffen. Professionell retten sie die Kinder aus dem Erdgeschoss und übergeben sie den First Respondern zur weiteren Versorgung, Matthias Buck wird mittels Leiter über den Balkon nach unten geleitet, weitere Kräfte löschen das Feuer auf der Terrasse.

Die Zuschauer applaudieren begeistert. Nur einer ist mit dem ganzen Prozedere nicht einverstanden. „Also ich hätte die Feuerwehr nicht gerufen“, meint Nico mit kritischem Blick. Der Bub verschränkt die Arme. „Ich habe gesehen, wie sie das Feuer gelegt haben. Wer weiß, was die sonst noch alles angesteckt hätten.“

sh

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