Eva Kellner sieht Handlungsfelder beid er Mobilität
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Eva Kellner sieht Handlungsfelder bei der Mobilität

Die neue Klimaschutzmanagerin Eva Kellner für Straßlach und Schäftlarn stellt sich vor

Umweltbande über die Isar hinweg

  • Sabine Hermsdorf-Hiss
    VonSabine Hermsdorf-Hiss
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Schäftlarn und Straßlach teilen sich eine Klimaschutzmanagerin. Ein ganz neues Kapitel der Zusammenarbeit.

Schäftlarn/Straßlach – Hier wirkt die Isar nicht trennend, sonder sie verbindet über die natürliche Flora und Fauna hinweg: Eva Kellner ist die gemeinsame Klimaschutzmanagerin der Gemeinden Schäftlarn und Straßlach-Dingharting.

Anfang Juli den Dienst angetreten

Die 26-Jährige hat Anfang des Monats ihren Dienst angetreten und wird je zwei Tage fest in beiden Gemeinden präsent sein. „Der Freitag wiederum“, sagt Schäftlarns Bürgermeister Christian Fürst, der die neue Mitarbeiterin in der Sitzung des Umwelt- und Mobilitätsausschusses willkommen hieß, „ist flexibel.“ Eva Kellner schloss ihr Masterstudium an der LMU München in „Human Geography and Sustainability: Monitoring, Modeling and Management“ ab, absolvierte verschiedene Werkstudentenstellen und Praktika, beschäftigte sich mit Projekten zu den Themen „Nachhaltiger Tourismus“, „Trade-Offs (gegenseitige Abwägung)“ und „Plastikfrei“. „Wir sollten uns überlegen“, sagte die 26-Jährige, „was wir erreichen wollen und auch wie.“ Die Vorbereitung geht einer möglichen Handlung voraus: Kellner sieht mögliche Handlungsfelder bei der Mobilität, Umstellung der Straßenbeleuchtung oder auf dem großen Feld der erneuerbaren Energien. „Ebenso sollte man sich die eigenen Liegenschaften genauer anschauen.“ Ziel der umweltspezifischen Inventur könnten Klima- und Treibhausgasneutralität sein. „Doch um etwas zu verändern“, betont Kellner, „ist es unabdingbar, auch den Bürger mit einzubeziehen. Jeder ist hier wichtig.“ Und: „Man sollte auch längerfristig denken, sich auf mehrere Jahre ausrichten.“ Die Rolle der Gemeinden sieht Kellner als „Versorgerin und Anbieterin, Beraterin, Planerin und Reguliererin, Verbraucherin und Vorbild.“

Abfallvermeidung ein Stichwort

Gerade bei letzterem könnten die Gemeinden voran gehen: „Einführung von Dienstfahrrädern, Abfallvermeidung, Fair Trade-Gemeinde wären hierzu Stichworte.“ Geschwindigkeitsbegrenzungen, energiesparendes Bauen, klimaschonende Abfallentsorgung aber auch die Unterstützung der Bürger beispielsweise bei Gründungen von Genossenschaften sind weitere mögliche Bereiche, um tätig zu werden. „Und natürlich gilt es Synergien zu finden und zu nutzen.“ Hauptaufgabe der Klimamanagerin wird, sobald sie sich eingearbeitet hat, die Erarbeitung und Umsetzung eines Integrierten Klimaschutzkonzepts für beide Gemeinden sein. Ebenso soll sie für die Betreuung weiterer Projekte des Umwelt- und Klimaschutzes zuständig sein.

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