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Rund 60 Bürger kamen zur Versammlung.

Bürger nennen Gefahrenstellen

Verkehr macht Schäftlarner rasend

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Raser, rücksichtslose Fahrer und komplizierte Wege: Die Schäftlarner sind genervt vom Verkehr. Doch mit Verbesserungen können sie kaum rechnen.

Schäftlarn – Der Verkehr ist nach wie vor das Thema Nummer eins bei den Schäftlarnern. Das zeigte sich deutlich bei den Anfragen in der Bürgerversammlung. Gekommen waren etwa 60 Bürger. Gernot Henn zum Beispiel wies darauf hin, dass immer wieder Verkehrsteilnehmer aus Richtung Ebenhausen kommend, versuchen, trotz Fahrbahnteiler nach links in die Zechstraße einzubiegen. „Könnte man hier nicht die Einfahrt erlauben?“ Denn möchte man regelkonform in die Zechstraße einfahren, muss man einen Umweg über die Kreuzung B11/Starnberger Straße nehmen.

Andreas Aigner, Dienststellenleiter der Polizeiinspektion in Grünwald, gab zu bedenken, dass ein Fuß- und Radweg parallel zur Münchner Straße verläuft und die Einfahrt kreuzt. „Hier könnten leicht Passanten übersehen werden.“ Zudem richtet die Behörde den Handlungsbedarf nach dem Unfallaufkommen an dieser Stelle. „Früher gab es schwere Unfälle, jetzt nicht mehr.“ Aigner versprach jedoch verstärkte Kontrollen.

Bernd Küpper brachte ein Problem aus der Fischerschlößlstraße zur Sprache. „Ganz oben auf der Kuppe parken immer wieder Fahrzeuge – im Begegnungsverkehr an dieser Stelle ein Risiko.“ Aigner verwies erneut auf fehlende Unfallhäufigkeit. „Die Verkehrsfachleute schätzen die Situation als unproblematisch ein, auch wenn man in der Fahrschule bereits lernt, dass man auf Kuppen nicht parken darf.“ Zudem ist in der Fischerschlößlstraße nur Tempo 30 erlaubt. „Die wenigsten werden die Kuppe hier als Sprungschanze nutzen, sondern ordentlich fahren.“

Um Tempo 30 ging es auch Andreas Gollasch. „Tag für Tag, ganz besonders zwischen 8 und 8.30 Uhr, stauen sich die Autos in der Starnberger Straße. Ganz Findige versuchen nun diesen Stau über den Kirchberg zu umgehen.“ Dort herrscht Tempo 50. „Auf dieser Strecke gibt es jedoch viele unübersichtliche Stellen, aber viele brausen durch.“ Er schlug vor, dort Tempo 50 auf Tempo 30 zu reduzieren, um die Umfahrung unattraktiv zu machen. Bürgermeister Matthias Ruhdorfer versprach, über Messungen nachzudenken.

Doch wie sieht es derzeit mit der Umgehungsstraße aus? „Die im vergangenen Jahr favorisierten Trassen wurden einer Untersuchung unterzogen“, erläuterte Ruhdorfer. „Die Ergebnisse wurden im Frühjahr zur weiteren Bewertung an das staatliche Bauamt, die Naturschutzbehörde und die Regierung von Oberbayern weiter geleitet.“ Zwischenzeitlich wurde auch der Vorschlag, das Gewerbegebiet Schorn mit einem Vollanschluss an die Autobahn anzubinden, mit der Stadt Starnberg besprochen. Aber: „Die Tendenz geht eher zu einem Gewerbegebiet auf der nördlichen Fläche bei der Autobahnmeisterei und einem Halbanschluss.“

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