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Angela Steck ist Vorsitzende des Vereins.

Verein "Schönes Schäftlarn" pflegt den Prälatengarten

Joseph Ratzinger im Blütenparadies

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Schäftlarn - Der Prälatengarten des Klosters Schäftlarn ist an Farbenpracht und Schönheit weit über seine Grenzen hinaus bekannt. Verantwortlich dafür zeichnen sich seit nunmehr 18 Jahren die Mitglieder des Vereins „Schönes Schäftlarn“.

Sie treffen sich jeden Dienstag, ausgerüstet mit Rosen- und Heckenscheren, auf dem rund 1200 Quadratmeter großen Areal, um den Pflanzen die nötige Pflege angedeihen zu lassen. Den Mittelpunkt des Prälatengartens bildet ein Springbrunnen, der von einer nahe liegenden Quelle im Berghang gespeist wird. „Dadurch sprudelt der Brunnen Sommer wie Winter“, sagt Vereinsvorsitzende Angela Steck (50). Von hier aus führen, gleich den Himmelsrichtungen, vier Wege zu den geschwungenen Begrenzungsmauern, beziehungsweise den Barockgebäuden.

Aus dem Nutz- wurde ein prachtvoller Blumengarten

Die Idee zur Wiederherstellung des Gartens geht auf Vereinsgründerin Maria Stangl und ihren verstorbenen Ehemann Martin zurück – die Eltern der jetzigen Vorsitzenden. Der Prälatengarten diente bis Ende der 90-ger Jahre eher als Nutzgarten. Allerdings war er zum Teil total verwildert, da es den Klosterbrüdern einfach an Zeit fehlte, sich darum zu kümmern. „Dann“, erzählte Martin Stangl früher einmal, „bat mich Abt Gregor Zasche darum, mir mal seine Rosen anzuschauen.“ Der Gartenarchitekt und seine Frau nahmen die Einladung an  und schon war die Idee geboren, dem Barockgarten wieder zu alter Schönheit zu verhelfen. Doch dafür brauchte es neben Zeit und vielen helfenden Händen auch Geld. Maria Stangl gründete den Verein „Schönes Schäftlarn“, der sich bis heute über Spenden finanziert – und sich neben dem Prälatengarten auch noch um den Kapellenweg zu "Maria Rast" und den Hohenschäftlarner Dorfweiher kümmert. Rund zwölf Monate dauerten die Umgestaltungsarbeiten – und es hat sich mehr als gelohnt, auch, wenn die Arbeit nie aufhört. Derzeit werden die 360 Lavendelbüsche zurückgeschnitten, Verblühtes wird entfernt, die Wege vom Unkraut befreit.

Prominente Besucher

Auch prominenten Besuchern blieb die Schönheit des Prälatengartens nicht verborgen: „Hier scheint ein kleines Stück vom Paradies vergegenwärtigt. In der Mitte der Brunnen...dazu ein Blühen und Duften, wie es im Paradies gewesen sein mag.“ Diese lobenden Worte stammen von Joseph Kardinal Ratzinger, dem späteren Papst Benedikt XVI., der im Sommer 2002 zusammen mit seinem Bruder und Freunden hier weilte. Und wie der Zufall es wollte, war zur gleichen Zeit Martin Stangl vor Ort. „Durch ihn erfuhren wir“, so der Geistliche in seinem Dankesschreiben, „wie viele Menschen freudig Zeit und Kraft hier unentgeltlich investieren...um vielen Menschen eine Freude zu bereiten.“ 

Heute zählt der Verein 130 Mitglieder, 30 Ehrenamtliche bringen sich aktiv in die Pflege des Prälatengartens mit ein. „Wir treffen uns vom ersten Rosenschnitt im März oder April bis zum Oktober, November jeden Dienstag Vormittag“, sagt Steck. Dabei kommen die fleißigen Helfer aber nicht nur aus Schäftlarn, sondern auch aus Eurasburg, Pullach, Wolfratshausen. „Wir haben ein weites Einzugsgebiet.“

Gibt es eigentlich ein Geheimrezept für diese Blütenpracht? Steck muss lachen. „Ein guter, nicht beschatteter Standort und regelmäßiges Zurückschneiden, sodass die Kraft der Pflanze nicht in die Samenbildung geht, sind das A und O.“ Natürlich habe man auch verschiedene Dünger ausprobiert, vom Kaffee bis zum gängigen Rosengranulat. „Das Wichtigste aber ist, ganz viel Liebe in das Projekt zu stecken.“

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