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Vandalismus

Schmierereien erreichen neues Ausmaß

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Schäftlarn - Als die neue Leiterin der St. Martin Apotheke, Sabine Gerecht-Rump, Montagfrüh zu ihrem Arbeitsplatz kommt, traut sie ihren Augen kaum. „Hate all cops“ (Hasse alle Polizisten) hatten einer oder mehrere Unbekannte gleich neben dem Emblem der Apotheke an die Wand gesprüht.

„Wir haben sofort bei der Polizei angerufen, um Anzeige zu erstatten“, berichtet Gerecht-Rump. „Die Beamten wussten aber schon Bescheid, da Kollegen von ihnen bereits vorbeigefahren waren.“ Die 54-Jährige hat keinerlei Vermutung, wer die Täter sein könnten. „Aber auf jeden Fall herrscht hier Gesprächsbedarf. Das sind Beleidigungen in höchster Form, das geht gar nicht. Zudem sollten sie sich bewusst werden, was es kostet, die Schmierereien wieder zu beseitigen.“ 

Das kann Malermeister Georg Siegert aus Baierbrunn nur bestätigen. „Im Prinzip muss man vor Ort das weitere Vorgehen entscheiden. Ist die Farbe luftundurchlässig, hilft nur abbeizen, ehe man drüber streichen kann. In jedem Fall aber ist es ein enormer Aufwand. Auch ein paar Meter weiter ist nur noch ungläubiges Kopfschütteln angesagt. Hier, an der Baustelle „Münchner Straße“ wurden laut Polier Franz Treml „34 Baken, drei oder vier Absperrungen und ebenso viele Baustellenschilder“ mit weiteren Hasstiraden und dem Kürzel „ACAB“ für „All Cops are Bastards“ (Alle Polizisten sind Bastarde) beschmiert. „Das muss jetzt alles gereinigt werden – wir wissen nur noch nicht wie“, sagt Josef Schneider, Technischer Leiter der Strabag in Wolfratshausen. Die Frage dabei ist nämlich, wie sehr die reflektierenden Folien in Mitleidenschaft gezogen wurden. Und: „Wenn man die Verursacher nicht findet, werden wir auf dem vollen Schaden sitzen bleiben. Denn so etwas ist nicht versichert.“

 Es ist das allererste Mal, dass Vandalen in so einem Umfang in der Gemeinde Schäftlarn mit Schmierereien gewütet haben. „Ich kann mich nicht erinnern, dass in den vergangenen sechs Jahren, die ich hier arbeite, so etwas schon einmal vorgekommen ist“, bestätigt Bauamtsmitarbeiter Edwin Schrott. „Kleinere Sachen, wie mal ein Graffiti oder Schriftzüge an einem Stromkasten oder an der neuen Brücke in Ebenhausen, ja, das ist schon vorgekommen. Aber Schmierereien in diesem Ausmaß noch nie.“

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