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Neues Projekt: Wilfried Bogner, Leiter der Pflegeeinrichtung, und Clemens Bloß, Geschäftsführer der Diakonischen Solarfonds.

Neues Projekt

Solarstrom für den Sonnenhof

Pflegeeinrichtung in Ebenhausen nutzt das Angebot der Diakonischen Solarfonds

Schäftlarn - Gemeinsam die Schöpfung bewahren“ – das ist das Ziel der Diakonischen Solarfonds. Durch den Bau von Photovoltaikanlagen auf Dächern evangelischer und diakonischer Einrichtungen will die Initiative einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Eines der jüngsten Projekte ist die Anlage auf dem „Sonnenhof“, einem Nebengebäude des Alten- und Pflegeheims der Inneren Mission München in Ebenhausen. 

Der 2010 erbaute Sonnenhof bietet bis zu 48 pflegebedürftigen Menschen, die zudem ein gerontopsychiatrisches oder dementielles Krankheitsbild aufweisen, ein neues Zuhause. Bevor Wilfried Bogner im April 2014 nach Ebenhausen wechselte, war er Leiter des Steigenberger Hofs, einer Pflegeeinrichtung in Penzberg. Und hier wurde, ebenfalls mit Hilfe der Diakonischen Solarfonds, 2011 auf rund 1000 Quadratmetern Dachfläche eine Photovoltaikanlage installiert. „Das Dach war einfach ideal für unser Vorhaben“, sagt Clemens Bloß, Geschäftsführer der Diakonischen Solarfonds, über das Projekt in Ebenhausen. Im September 2015 wurden auf der etwa 600 Quadratmeter großen Fläche 396 Module installiert, die nun Strom liefern sollen. „Ihre Leistung liegt bei 97 kWp, also rund 90 000 Kilowattstunden pro Jahr.“ Verbraucht wird der Strom vom Pflegeheim selbst. „Das ist so, als ob der Verbraucher gleich auf dem Feld sitzt und die Ernte isst“, vergleicht Bloß auf humorvolle Art. „Ins Netz eingespeist wird nichts.“ 

Neben dem Umweltgedanken war für Bogner ein Blick auf die Stromrechnung ausschlaggebend, sich an der Aktion der Diakonischen Solarfonds zu beteiligen. Der Jahresverbrauch sei hoch – zwischen 400 000 Kilowattstunden und 500 000 Kilowattstunden. „Da viele unserer Senioren Augenprobleme haben, brauchen wir es sehr hell, um so die Sturzgefahr zu minimieren.“ Damit sowohl der Sonnenhof als auch das Pflegeheim von dem erzeugten Strom profitieren, wurden beide Stromnetze zusammengeführt. „Wir kommen so auf einen Gesamtpreis von 150 000 Euro“, sagt Bloß. „Ich denke, dass sich dieser Betrag aber in etwa zehn Jahren amortisiert hat.“ Sollte die Anlage wieder Erwarten mal nicht liefern, wird dies auf Bloß’ Tablet gemeldet. „Hier wird angezeigt, wie, beziehungsweise ob, alle unsere Anlagen arbeiten, wo ein Fehler aufgetreten ist, die Sonne scheint oder gerade Schnee liegt.“ Basierend auf diesen Informationen könne sofort eine etwaige Reparatur in die Wege geleitet werden. Zudem werde in Kürze noch eine Anzeigetafel im Eingangsbereich des Pflegeheims einen Überblick über den über den erzeugten Strom geben. Bogner: „Wenn man die Photovoltaikanlage schon nicht sieht, soll man wenigstens sehen, was sie tut.“Sabine Hermsdorf

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