Schande für den Wissenschaftsstandort

- Solbrig fordert vom Kreis unverzüglich Lösung für Busverbindung zum Campus

Garching (an) - Keine Gelegenheit verstreichen lässt Garchings Bürgermeister Manfred Solbrig, die missliche Situation hinsichtlich der Verstärkerbusse zum Campus zu beklagen, die wohl ab der übernächsten Woche nicht mehr fahren werden. Denn zum 9. Februar hat der Landkreis die Mittel für fünf Busse zwischen U-Bahnhof und Universität gestrichen (wir berichteten). Ausgerechnet zu dem Tag, an dem die Studenten Prüfungen ablegen müssen.

Noch einmal hat Solbrig den Kreis jetzt dazu aufgerufen, schnellstens eine Lösung zu finden. Die fünf Verstärkerbusse ergänzten bislang den Linienverkehr. Die angespannte Haushaltslage nahm der Kreis jedoch zum Anlass, die Finanzierung dieser freiwilligen Serviceleistung aufzukündigen. Und das in einer Stadt wie Garching, die für sich beansprucht, ein renommierter Wissenschaftsstandort zu sein. Von einem "Schildbürgerstreich erster Ordnung" sprach Solbrig. Worte wie "Katastrophe" und "Schande" fielen ebenfalls. Der Kreis hätte sein Vorhaben rechtzeitig ankündigen müssen, findet er und mahnt, den Streit zwischen TU und Landkreis über die Finanzierung nicht auf dem Rücken der Studenten auszutragen. Wie er sagte, ist die TU jetzt an das zuständige Ministerium herangetreten, um eine Lösung zu forcieren. Viel Zeit bleibt nicht. Wenn bis zum 9. Februar kein Finanzier gefunden ist, werden keine Verstärkerbusse mehr rollen. Garching werde nicht einspringen, hatte Bürgemeister Solbrig bereits gesagt. Der Stadt fehlt das Geld.

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