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Rund 200 Menschen befragte die Polizei im Anschluss an die Schießerei in Unterföhring.

Hilfe für Geschädigte

Schießerei in Unterföhring: Polizei sucht angeschossenen Zeugen

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Einen Monat nach der Schießerei am S-Bahnhof Unterföhring sucht die Polizei einen unbekannten Zeugen, der in Unterföhring offenbar angeschossen wurde.

Unterföhring - Etwa einen Monat liegt die Schießerei am S-Bahnhof Unterföhring nun zurück. Knapp 200 Menschen hat die Polizei als Zeugen befragt. Sie saßen teilweise in der S-Bahn oder waren am Bahnhof, als Alexander B. (37) einer Polizistin in den Kopf schoss. „Wir haben festgestellt, dass es einige gibt, die das Erlebte nicht so gut verarbeiten können“, sagt Herbert Linder, Leiter der Mordkommission. Teilweise hätten Zeugen Probleme zu schlafen, es gibt einige, die seitdem sogar arbeitsunfähig sind.

Jetzt wenden sich die Ermittler in einem Brief an alle, die sie nach der Schießerei befragt haben. Wer bei dem Vorfall selbst verletzt oder anderweitig geschädigt wurde, oder durch die Erlebnisse besonders psychisch belastet ist, wird gebeten, sich mit dem Präsidium in Verbindung zu setzen. „Wir wollen den Geschädigten Hilfe anbieten und mit ihnen darüber sprechen, an wen sie sich wenden können“, sagt Linder. Vor allem das Kriseninterventionsteam (KIT) würde sich um Menschen kümmern, die als Zeuge einer Straftat mit Problemen zu kämpfen haben.

Die Polizei bittet alle Betroffenen, sich zu melden. Vor allem einen etwa 45-Jährigen, der nach der Schießerei zum Rettungsdienst ging und eine Verletzung am Wadenbein hatte, die eine Schussverletzung gewesen sein könnte. „Der Mann sagte dem Rettungsdienst, er sei angeschossen worden“, so Linder. Da der Rettungsdienst gerade zwei andere Patienten behandelte, musste der Mann kurz warten. Offenbar ging er daraufhin selbst zum Arzt.

Täter Alexander B. sitzt unterdessen weiterhin in der Psychiatrie. Er verweigert nach wie vor die Aussage. Wie berichtet hatte B. am 13. Juni den Kollegen (30) der Polizistin völlig überraschend angegriffen, ihm die Waffe entrissen und das Feuer eröffnet. B. schoss der Polizistin in den Kopf. Die deutsche Familie von Alexander B. wanderte vor Jahrzehnten bereits in die USA aus. Auch B. lebte dort – zuletzt in Nevada. Er war auf einem Europa-Trip und erst am Abend zuvor aus Athen gekommen.

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