Schwerer Unfall auf A8 mit Lkw - Riesenstau um München bis auf A99

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Schlaflose Nächte für die Minister

Unterföhring - So einige Staatsminister und den Münchner Oberbürgermeister will Andreas Kemmelmeyer bis in ihre Träume verfolgen. Das hat der Unterföhringer Bürgermeister den rund 120 Besuchern der Bürgerversammlung versprochen.

Unterföhring - Erfrischend kurz gestaltete er im Saal des Bürgerhauses seine Premiere. Dann hatten die Hauptakteure des Abends - die Bürger - das Wort. Nur die allerwichtigsten Anliegen sprach Kemmelmeyer (PWU) in einer 30-minütigen Rede an. Die übrigen Ereignisse des Jahres konnten die Besucher in einem edel gestalteten Jahresrückblick nachlesen, der für sie auslag.

Energisch forderte Kemmelmeyer, der „unerträgliche Flaschenhals Föhringer Ring“ müsse endlich vierspurig ausgebaut werden. Der Freistaat habe seinen Teil zur Lösung beigetragen, nicht aber die Stadt München. Er versprach, dass er nicht locker lassen werde, hier Druck zu machen notfalls werde er den Konflikt öffentlich austragen, unterstützt von den örtlichen Medienbetrieben, „die gern über unseren Verkehr und den täglichen Stau berichten“.

Ein weiterer Schritt gegen den Dauerstau sei, dass „wir die Staatsstraße zur Gemeindestraße zurückstufen“. Für die Umgehung von Unterföhring und Ismaning werde er zusammen mit dem Ismaniger Kollegen Alexander Greulich „kämpfen wie ein Löwe“.

Träumen sollen die Minister nicht nur vom Unterföhringer Verkehrsthema, „sondern auch von unserer weiterführenden Schule“, kündigte er an. Aufhorchen ließ das Versprechen von Ernst Weidenbusch, das Kemmelmeyer dann vor der Bürgerversammlung zitierte: Der CSU-Landtagsabgeordnete versicherte bei der Feier zum 20-jährigen Bestehen der Bayerischen Fernsehakademie, dass „2017 die ersten Schüler das Mediengymnasium Unterföhring besuchen werden“. Die Beschlüsse für das Gymnasium Unterföhring seien nur noch Formsache. Daran will sich Kemmelmeyer gerne halten: „An uns, liebe Unterföhringer, wird der Schulstart 2017 sicher nicht scheitern.“

So absurd sei das gar nicht, antwortete die stellvertretende Landrätin Annette Ganssmüller-Maluche (SPD) in ihrem Grußwort: Das Gymnasium Unterföhring sei viel reeller, „als manche hier glauben“. Der Bedarf für 14 bis 15 Gymnasien im Landkreis sei schließlich da: „Wir haben im Landkreis heute 13 100 Gymnasiasten. Vor zehn Jahren waren es 10 000. Wir brauchen diese Schule und ich denke, München braucht sie auch.“ Im Gymnasium Ismaning werden im Herbst 2015 die ersten Vorläuferklassen eingerichtet, kündigte sie an: „Man könnte gleich Vorläuferklassen für Unterföhring dazutun. Das Ministerium wird hier handeln müssen.“

Eindringlich sprach sie vom „Hauptthema im Landkreis“, der Unterbringung der Asylsuchenden: Für 930 Flüchtlinge hat der Kreis bereits Platz gefunden, bis Ende 2015 sollen es 2000 Asylsuchende werden. „Es kommt darauf an, wie wir als Mitbürger die Menschen als Gäste betreuen“, sagte sie: „Unterföhring ist reich an Herzenswärme.“ Eine Sorge konnte sie Kemmelmeyer nehmen, dass nämlich die Kommune allein verantwortlich sei, wenn anerkannte Flüchtlinge obdachlos würden. „Der Kreistag hat dazu einen Beschluss gefasst: Obdachlosigkeit ist eine Landkreisaufgabe und keine Sache, wo die Gemeinde alleingelassen wird.“

Dann waren die Bürger an der Reihe: Karl Denkinger fragte: „Warum ist die Asylunterkunft in Unterföhring noch nicht realisiert.“ Sie sei doch längst beschlossen. Kemmelmeyer antwortete: „Jetzt liegen die Pläne bei der Regierung von Oberbayern.“ Er wundere sich mit dem Landrat und vielen Bürgermeisterkollegen auch, dass bezugsfertige Wohnungen für Asylbewerber leer stünden - trotz des Bedarfs. (Bericht folgt).

Charlotte Borst

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