Test Corona Altenheim
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Corona im Seniorenheim: Jetzt grassiert das Virus auch in Ebenhausen.

Vier Bewohner und Mitarbeiter betroffen

Corona: Mehrere Bewohner in Altenheim Ebenhausen infiziert

  • Sabine Hermsdorf-Hiss
    vonSabine Hermsdorf-Hiss
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Im Altenheim Ebenhausen sind vier Bewohner positiv auf Corona getestet worden. Auch bei vier Mitarbeitern fiel der Test auf Covid-19 positiv aus.

Ebenhausen – Nötig waren die Untersuchungen, weil im Umfeld der Bewohner ein Verdachtsfall aufgetreten war. Ebenso wurden am gleichen Tag die Senioren und Mitarbeiter des Sonnenhofes – eine Einrichtung, in der Menschen mit ausgeprägter Demenz ein Zuhause gefunden haben, getestet. „Auch hier war ein Verdachtsfall aufgetreten“, informiert EinrichtungsleiterWilfried Bogner. Das Ergebnis: Bis auf zwei Tests, die noch nicht ausgewertet sind, ist das Ergebnis bei allen negativ.

Schnelltest bei allen Bewohnern und Angestellten

Das Pflegeheim ging, um für Bewohner und Angestellte, das Risiko möglichst klein zu halten, noch einen Schritt weiter. Statt bei den Mitarbeitern stichprobenartig zu testen, wurden vergangene Woche alle zum Schnelltest gebeten. „Das Ergebnis ist allerdings unsicherer als ein PCR-Test“, sagte Bogner. Da bei diesen Abstrichen nun während des Wochenendes sowohl einige unklare als auch einige positive Fälle auftraten, „haben wir in Absprache mit der für uns zuständigen Pandemie-Ärztin beschlossen, das Haus zunächst für den Publikumsverkehr zu schließen, bis wir einen genaueren Überblick über die Infektionssituation haben.“

Jetzt, zu Wochenanfang, fanden in der Einrichtung Reihentests statt, um bislang unentdeckte Infektionen auszuschließen. Bewohner werden gebeten, sich im Zimmer oder alleine aufzuhalten. „Auch das Essen wird nicht mehr gemeinsam eingenommen.“ Dennoch versuchen alle Mitarbeiter, egal, ob aus der Pflege oder der Hauswirtschaft, sich trotz der zusätzlichen Arbeit Zeit für den Einzelnen zu nehmen.

Das Ziel: Weihnachtsbesuche ermöglichen

Die Angehörigen wurden persönlich oder per Mail-Verteiler, der seit dem Frühjahr existiert, über die Situation informiert. „Natürlich stehen wir in Kontakt mit den Angehörigen, deren Verwandte hier bei uns positiv getestet worden sind.“ Bogner kann auf das Verständnis von außerhalb bauen. „Viele haben per Mail geantwortet. Natürlich sind sie besorgt und haben viele Fragen. Aber sie stärken uns auch den Rücken, haben ihr Vertrauen in unsere Arbeit zum Ausdruck gebracht und ihre Unterstützung angeboten.“

Ungewiss ist noch, wie sich die Situation zu Weihnachten darstellen wird. „Uns ist bewusst, dass die Zeit drängt“, betont Bogner. „Wir arbeiten mit den beteiligten Behörden intensiv daran, die Infektionslage zu klären. Unser Ziel ist, Besuche bis Weihnachten wieder zu ermöglichen. Wir sind zuversichtlich, dass uns das gelingt.“

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