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Kampf mit dem Abfallberg: In mühsamer Arbeit löscht die Feuerwehr den nächsten Brand.

Selbstentzündung 

Schon wieder brennt Müll bei AR-Recycling

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Garching/Hochbrück – Déjà-vu bei der Hochbrücker Feuerwehr: Am Donnerstagabend sind die Einsatzkräfte wieder einmal auf das Gelände der Firma AR Recycling gerufen worden (wir berichteten). Die Feuerwehr verliert langsam die Geduld.

In einem der Abfallberge hatte sich durch den immensen Druck der Müllmassen ein Glutnest entwickelt. Ein bekanntes Bild für die Einsatzkräfte, schließlich war genau das gleiche im November passiert. Damals dauerten die Löscharbeiten sechs Tage an – der längste Einsatz in der Geschichte der Hochbrücker Wehr. „Diesmal war es im Grunde identisch“, sagt deren Kommandant David Ward, „nur dass der Müllberg deutlich kleiner war als beim letzten Mal.“

50 Kräfte bis Mitternacht im Einsatz

Dennoch dauerte es bis kurz vor Mitternacht, ehe der Haufen peu à peu abgetragen und von den rund 50 Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehren aus Garching und Hochbrück gelöscht worden war. „Es ist frustrierend“, sagt Ward über die Stimmungslage bei seinen Kollegen angesichts des abermaligen Brands bei AR Recycling. „Die Motivation ist natürlich nicht besonders hoch.“

Druck wächst wegen Engpass in Verbrennungsanlagen

Das Problem auf dem Firmengelände am Hochbrücker Ortsrand sind die gigantischen Müllberge, die dort lagern. Das beträchtliche Gewicht des geschredderten Abfalls begünstigt physikalische Reaktionen, die wiederum zu einer Selbstentzündung führen können. „Der Brand selbst ist keine große Sache, aber wir müssen eingreifen, damit dort kein Großbrand entsteht“, sagt Ward. Anders als noch im November kam diesmal kein Löschschaum zum Einsatz, sondern lediglich Wasser.

AR-Recycling hofft auf Entspannung

Dass zurzeit außergewöhnlich viel Abfall bei AR Recycling lagert, bestreitet die Firma nicht. Grund hierfür sei die deutschlandweit angespannte Lage bei der Müllverbrennung, sagt ein Mitarbeiter von AR Recycling gegenüber dem Münchner Merkur. In der Folge müsse die Firma immer längere Wege auf sich nehmen, um den Abfall in weiter entfernten Anlagen zu verbrennen. Immerhin: „Zurzeit ist der Ausgang bei uns etwas größer als der Eingang“, sagt der Firmenmitarbeiter. „Wir bauen den Müll also langsam ab.“ Jedoch könne sich die Situation schon in diesem Frühjahr wieder schwieriger gestalten – unter anderem, weil das Heizkraftwerk München Nord in Unterföhring angekündigt habe, ab Mitte April einen Monat lang keine gewerblichen Abfälle zur Verbrennung mehr anzunehmen. 

Bürgermeister hakt im Landratsamt nach

Wegen der stetig wachsenden Müllberge und der einhergehenden erhöhten Brandgefahr hat sich Garchings Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD) laut eigener Aussage bereits mehrfach an das Landratsamt als Aufsichtsbehörde gewandt. Dort heißt es jedoch, dass es hinsichtlich der Müllberge keine Mengenbeschränkung gebe. Feuerwehrkommandant David Ward jedenfalls hat sich in der Nacht auf Freitag von den Mitarbeitern bei AR Recycling mit den Worten verabschiedet: „Hoffentlich sehen wir uns nicht so bald wieder.“ Ob er selbst daran glaubt? Darauf will der Kommandant lieber keine Antwort geben. 

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