Schranke bremst Feuerwehr aus

- Gefährliche Verzögerung

Ismaning - Die Schranken an der Privatstraße entlang der BMW-Teststrecke haben die Freiwillige Feuerwehr Ismaning beim Einsatz ausgebremst. Die Ismaninger hatten Nachbarschaftshilfe leisten wollen beim Großbrand auf einem Gut im Finsinger Moo (wir berichteten). Wertvolle Minuten gingen durch die Schranken verloren. Alois Haßelbeck hat die Panne im Finsinger Gemeinderat zur Sprache gebracht.

"Es war ärgerlich", sagt Stefan Hartl, Vize-Kommandant der Ismaninger Feuerwehr, im Gespräch mit dem Münchner Merkur. "BMW hat uns zugesichert, dass man im Ernstfall die Straße benutzen kann." Kommt ein Fahrzeug mit Blaulicht, muss die Schranke hochgehen, erklärt Finsings Bürgermeister Heinrich Krzizok. Nicht beim Einsatz der Ismaninger. Zuerst war kein Pförtner da, dann wurde die Schranke schließlich doch geöffnet; freie Fahrt gab es allerdings nur 1,5 Kilometer - bis zur zweiten Schranke. Hartl erklärt: "Ich hätte mich über die Sprechanlage der Schranke beim Pförtner melden sollen, doch das hat nicht geklappt." So musste dieser erst ins Auto steigen, hinfahren und die Schranke öffnen. "Jede Schranke hat eine Sollbruchstelle. Im Notfall hätten wir sie durchbrechen müssen. Aber wir waren nur mit dem Bus unterwegs", sagt Hartl. So gingen wertvolle Minuten verloren.

Nur eine vage Stellungnahme gibt es von BMW. "Wir haben uns mit dem Schrankenhersteller in Verbindung gesetzt, dass auch mehrere Fahrzeuge auf einmal die Schranke passieren können", sagt Martina Wimmer von der BMW-Group. Das war bei der Ismaninger Feuerwehr allerdings nicht das Problem, da sie ja ohnehin nur mit einem Fahrzeug unterwegs war. Dass eine Zeitverzögerung durch das verspätete Handeln des Schrankenpersonals entstanden ist, wollte die BMW-Sprecherin nicht kommentieren.do

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