+
Motiviert: Das Team „KupConcept“ mit ( v.l.) Niklas Reinders, Mark Trui, Geschäftsführer Markus Prüsener, Eileen Vu und Nikolas Rosenberg.

Bereits zum 15. Mal dabei

Schüler analysieren lokalen Mittelstand

Ottobrunn - Bei der Bildungsinitiative „business@school“ nehmen Gymnasiasten lokale Unternehmen unter die Lupe und entwickeln auch eine eigene Geschäftsidee. 

Ist der Bio-Burgerstand am Bahnhof nur auf vorübergehend so angesagt, rechnet sich die Spezialisierung auf Prêt-à-porter- Übergrößenmode? Kann sich ein Sieben-Mann-Unternehmen in einem wachsenden Markt der IT-Dienstleistung behaupten? Wie viele Geschäftsführer braucht ein Mittelständler?

Schüler des Gymnasiums Ottobrunn haben in den vergangenen Wochen auf diese Fragen Antworten gefunden. Bei „business@school“, der Bildungsinitiative der Unternehmensberatung The Boston Consulting Group (BCG), haben sie in direktem Kontakt mit Unternehmern aus der Region Daten erhoben und aufbereitet. Im Fokus standen die Gastronomie „BurgerBuben“, das Modegeschäft X-Large „p.a.p.“ und die IT-Dienstleister „KupConcept“ sowie „fluxnetz“. „Erfahrene Wirtschaftsvertreter und BCG-Berater sowie die Lehrerinnen Ulrike Nesbeda und Daniela Schulla standen ihnen bei der Analyse der lokalen Mittelständler als Betreuer zur Seite“, schreibt die Schule in einer Pressemitteilung.

Ihre Ergebnisse präsentierten die Teilnehmer nun vor einer Fachjury, die den Schülern auch kritische Fragen stellte. Die Jugendlichen identifizierten Stärken und Nachholbedarf bei den regionalen Unternehmen und gaben teils sehr konkrete Beratertipps. „Die Jury war begeistert von der detaillierten Analyse und der gründlichen Aufbereitung der Fakten. Das anschließende Feedback durch die Jury zeigte für jede Schülergruppe noch kleine Verbesserungsmöglichkeiten auf, unterstrich aber vor allem die individuellen Stärken, seien es die fundierte Recherche, der perfekte Teamauftritt oder die mutige Geschäftsauswahl, heißt es in der Pressemitteilung. Und weiter: „Auch der anwesende Geschäftsführer von ,KupConcept’, Markus Prüsener, war zufrieden.“ Mark Trui fasste die Schüleranalyse zusammen und bestätigte ihm abschließend ein „good concept“.

Mit der Entwicklung einer eigenen Geschäftsidee beginnt für die Gymnasiasten nun die spannende dritte Phase. Die Schüler schlüpfen selbst in die Rolle von Unternehmern: Ziel ist es, eine eigene Geschäftsidee bis zur Marktreife zu entwickeln. Der Unterricht findet in dieser Projektphase nicht allein im Klassenzimmer statt, sondern auch vor Ort bei Betriebsbesichtigungen oder Workshops mit externen Referenten. Input erhalten die Teams zum Beispiel beim zweitägigen Unternehmensplanspiel „Topsim“, das die Airbus Defence and Space GmbH in Taufkirchen für die Gymnasiasten im März ausrichtet.

In wenigen Wochen werden die Teilnehmer mit ihren Geschäftsplänen zunächst auf Schulebene, dann in Regionalentscheiden und schließlich im Europafinale um den Sieg wetteifern“, berichtet die Schule. Insgesamt rund 2000 Schüler der Klassenstufen zehn bis zwölf von mehr als 80 Schulen in Deutschland, Österreich, Italien, der Schweiz und den USA beteiligten sich an „business@school“.

Schüler des Gymnasiums in Ottobrunn sind zum 15. Mal dabei: „Wir möchten den Schülern praxisorientiert betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse und Schlüsselqualifikationen vermitteln und sie bei ihrer beruflichen Orientierung unterstützen“, betont Ulrike Nesbeda, Oberstufenkoordinatorin und Projektleiterin.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Ministerin Aigner weiht Entwicklungszentrum ein
Die Schreiner Group in Oberschleißheim will High-Tech-Etiketten mit integrierten Mikrochips herstellen. Und überlegt auch, den Standort auszubauen.
Ministerin Aigner weiht Entwicklungszentrum ein
Unterföhring: Klein-Hollywood an der S-Bahn
München wächst – und das spürt auch das Umland. In einer großen Serie fragt die tz, wie sich der Boom rund um München auswirkt. Zum Start sind wir im Landkreis München …
Unterföhring: Klein-Hollywood an der S-Bahn
Neubiberg: Die eigene Welt des Chip-Giganten
München wächst – und das spürt auch das Umland. In einer großen Serie fragt die tz, wie sich der Boom rund um München auswirkt. Zum Start sind wir im Landkreis München …
Neubiberg: Die eigene Welt des Chip-Giganten
Oberschleißheim: So wichtig wären neue Rad-Autobahnen
München wächst – und das spürt auch das Umland. In einer großen Serie fragt die tz, wie sich der Boom rund um München auswirkt. Zum Start sind wir im Landkreis München …
Oberschleißheim: So wichtig wären neue Rad-Autobahnen

Kommentare